Regierung in Hessen: Steinbrück schießt gegen Ypsilanti
zuletzt aktualisiert: 27.08.2008 - 08:23Hamburg (RPO). Die Pläne einer rot-grünen Minderheitsregierung in Hessen unter Tolerierung der Linkspartei stoßen Peer Steinbrück auf wenig Gegenliebe. Zudem schießt der SPD-Vize gegen Landeschefin Andrea Ypsilanti.
"Ich halte die Risiken der politischen Szenarien in Hessen für unvertretbar", sagte der Bundesfinanzminister dem Hamburger Magazin "Stern" laut Vorabbericht. Durch die Entscheidung Ypsilantis stehe die Partei "zwischen Pest und Cholera".
Sollte Ypsilanti zur Wahl antreten und verlieren, "wird das sie selbst, die SPD in Hessen und die Bundes-SPD vor der Bundestagswahl schwer beschädigen", warnte Steinbrück. Werde Ypsilanti jedoch gewählt, begebe sie "sich in die Hände einer Partei, die Einfluss ohne Verantwortung, ohne jede Verpflichtung hätte, die wöchentlich dafür sorgen kann, dass Regierungsfähigkeit wieder verloren geht", sagte Steinbrück.
Der ehemalige SPD-Chef Franz Müntefering habe bereits im Februar darauf hingewiesen, dass die Linkspartei nicht in eine politische Haftung genommen werden könnte.
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