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Müntefering-Nachfolge
Steinmeier soll SPD-Chef werden

Steinmeier und Müntefering: Eingeständnis der SPD-Niederlage
Steinmeier und Müntefering: Eingeständnis der SPD-Niederlage FOTO: AP
Berlin (RP). Die SPD steht offenbar vor einem radikalen Umbau der Parteispitze. Nach Informationen unserer Redaktion soll Frank-Walter Steinmeier auf dem SPD-Parteitag im November Franz Müntefering als Vorsitzenden ablösen. Außerdem soll die Zahl der Stellvertreter auf fünf erhöht werden. Peer Steinbrück will verzichten. Von Michael Bröcker

Nach der desaströsen Niederlage bei der Bundestagswahl wurde eine Erneuerung an der Parteispitze gestern im Vorstand besprochen. Offenbar hatte es zuvor in der engen Parteiführung bereits Einigkeit auf ein Modell gegeben, das auf eine gemeinsame Initiative von SPD-Vize Andrea Nahles sowie SPD-Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier zurückgehen soll.

Demnach soll Steinmeier den zuletzt glücklos agierenden Franz Müntefering als Parteichef ablösen und den Übergang der SPD in die Opposition integrierend leiten. Die verschiedenen Flügel der Partei sollen allerdings stärker in der Führungsmannschaft abgebildet werden als bisher, erfuhr unsere Redaktion aus Parteikreisen. 

Vize-Parteivorsitzende sollen Arbeitsminister Olaf Scholz, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel werden. Auch die nordrhein-westfälische SPD-Chefin Hannelore Kraft will angeblich für einen Vize-Posten kandidieren. Andrea Nahles würde weiterhin Stellvertreterin bleiben. Der bisherige SPD-Stellvertreter, Finanzminister Peer Steinbrück werde seinen Platz räumen, heißt es.

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