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Wahl des Bundespräsidenten
Steinmeier will Gegengewicht zu Vereinfachung sein

Steinmeier sorgt sich um Zukunft Europas
Frank-Walter Steinmeier kandidiert für das Amt des Bundespräsidenten. FOTO: dpa, rje fdt
Potsdam/Hannover. In gut einem Monat will Außenminister Steinmeier als gemeinsamer Kandidat von Union und SPD zum Bundespräsidenten gewählt werden. Nun startete der 61-Jährige in Brandenburg und Niedersachsen seine Werbetour durch die Republik.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) will als Bundespräsident der politischen Debatte mehr Tiefgang geben. "Ich will als Bundespräsident ein Gegengewicht sein zu den Tendenzen der grenzenlosen Vereinfachung", sagte Steinmeier am Montag zum Start seiner Werbetour als Kandidat für das Bundespräsidentenamt laut Teilnehmern im Brandenburger Landtag. Dort stellte sich der 61-Jährige hinter verschlossenen Türen den Fragen der Fraktionen. Steinmeier geht als gemeinsamer Kandidat von Union und SPD in die Wahl am 12. Februar.

Verhältnis zwischen Russland und den USA  

Ein Schwerpunkt seiner politischen Arbeit sollten auch künftig außenpolitische Fragen sein, betonte Steinmeier nach der Sitzung. "Es geht um die Zukunft Europas und die Frage, welche Rolle Deutschland darin spielen wird." Dazu gebe es viele offene Fragen, die sich nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten stellten, wie etwa: "Gibt es ein neues Verhältnis zwischen Russland und den USA?" Statt zu spekulieren, müsse man nun den Amtsantritt von Trump abwarten. "Ich sehe jedenfalls zum transatlantischen Verhältnis zwischen Deutschland und den USA keine Alternative", betonte Steinmeier.

Sitzung fand ohne AfD statt

Zu einer heftigen Auseinandersetzung kam es vor Beginn der Sitzung mit einer Delegation der AfD unter Fraktionschef Alexander Gauland. Die rechtspopulistische Partei war nicht eingeladen. Die AfD-Politiker hätten aber als Zuhörer teilnehmen können, sagte SPD-Fraktionssprecher Gerold Büchner. Dies lehnte Gauland ab.

"Diese Ausgrenzung der AfD ist eine eklatante Verletzung der demokratischen Spielregeln", sagte Gauland. Die AfD stehe für den freien Wettstreit der Kandidaten. "Vermutlich hat die SPD befürchtet, dass Steinmeier durch kritische Fragen der AfD in Bedrängnis geraten könnte", meinte der 75-Jährige.

(klik/dpa)
 
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