Hohe Nachzahlungen: Steuer-CDs bringen Fiskus 1,8 Milliarden
zuletzt aktualisiert: 18.12.2010 - 11:52Hamburg (RPO). Der umstrittene Ankauf von CDs mit Daten von Bankkunden in Liechtenstein und der Schweiz hat sich für den Fiskus offenbar gelohnt: Insgesamt können die Finanzämter laut einem Medienbericht mit 1,8 Milliarden Euro an Nachzahlungen von Deutschen rechnen, die ihre Kapitalerträge von Konten in diesen Ländern bislang undeklariert ließen.
Das gehe aus noch nicht veröffentlichten Berechnungen der Steuerschätzung hervor, meldet der "Spiegel".
1,6 Milliarden Euro an Nachzahlungen fallen demnach in diesem Jahr an, 200 Millionen im nächsten. Bund, Länder und Gemeinden dürften nach Einschätzung von Steuerexperten zudem darauf hoffen, dass die neue Ehrlichkeit die Steuereinnahmen auch auf Dauer steigert. Nach den massenhaften Selbstanzeigen können die Steuerzahler in den nächsten Jahren ihre Zinseinkünfte nicht sofort wieder verheimlichen. Die Steuer-CDs kosteten den Staat nur einige Millionen Euro.
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