Stoiber tritt als Ministerpräsident zurück
zuletzt aktualisiert: 30.09.2007 - 14:49München (RPO). Edmund Stoiber (CSU) ist einen Tag nach seiner Abdankung als Parteichef wie erwartet von seinem Amt des bayerischen Ministerpräsidenten zurückgetreten. Er reichte am Sonntag seinen Rücktritt bei Landtagspräsident Alois Glück (CSU) ein, wie der Landtag mitteilte. Stoiber hatte diesen Schritt bereits im Januar nach heftigem Druck aus der CSU angekündigt.
Glück dankte Stoiber für "erfolgreiche 14 Jahre als Regierungschef im unermüdlichen Einsatz für Bayern". Über Parteigrenzen hinweg habe er sich großen Respekt und Dankbarkeit erarbeitet. "Edmund Stoiber hat damit einen bleibenden Platz in der Reihe der großen Ministerpräsidenten Bayerns in der Nachkriegsgeschichte", sagte Glück.
Stoiber wird noch bis zum 9. Oktober kommissarisch Ministerpräsident bleiben. In dieser Zeit darf er den Freistaat aber nicht mehr nach außen repräsentieren. Zu seinem Nachfolger wird dann der bisherige Landes-Innenminister Günther Beckstein gewählt, der von der alleinregierenden CSU-Landtagsfraktion als einziger Kandidat nominiert wurde. Der CSU-Parteitag hatte Beckstein zudem am Samstag zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 nominiert. Stoiber, der seit 1993 bayerischer Ministerpräsident war, hatte am 18. Januar 2007 seinen Rückzug zum 30. September angekündigt.
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