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"Familiennetzwerk Deutschland" klagt: Strafantrag gegen Buschkowsky

zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 15:06

Hollern (RPO). Die umstrittenen Äußerungen des Berlin-Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) zum Thema Betreuungsgeld haben ein juristisches Nachspiel: Wegen den familienpolitischen Äußerungen hat das "Familiennetzwerk Deutschland" Strafantrag gestellt. Seine Behauptung, Unterschicht-Eltern sei Alkoholkonsum wichtiger als das Wohl ihrer Kinder, sei unerträglich, erklärte eine Sprecherin der Organisation am Montag im niedersächsischen Hollern.

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hatte die Debatte um das Betreuungsgeld angestoßen.  Foto: ddp
Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hatte die Debatte um das Betreuungsgeld angestoßen. Foto: ddp

Auch sei inakzeptabel, dass Buschkowsky Migranten pauschal die Fähigkeit zur Kindererziehung abspreche. "Ein Bürgermeister muss es besser wissen: Nicht alle Menschen in finanziellen Nöten und nicht alle Migranten sind verantwortungslose Asoziale!", betonte das Familiennetzwerk. Darin sind Vereine, Institutionen, Familien und Wissenschaftler vertreten.

Buschkowsky hatte in der vergangenen Woche das von der neuen Bundesregierung geplante Betreuungsgeld scharf kritisiert. In bestimmten Schichten werde es für Statussymbole, Konsumverhalten und Alkohol verwendet, so der Bezirksbürgermeister. Die neue Bundesregierung will ab 2013 ein Betreuungsgeld in Höhe von 150 Euro einführen. Dies sollen Eltern erhalten, die ihre Kinder unter drei Jahren zu Hause betreuen statt sie in Kindertagesstätten zu geben.

Quelle: KNA/felt

 
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