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Grünen-Politiker: Ströbele fordert islamischen Feiertag in Deutschland

zuletzt aktualisiert: 14.10.2009 - 09:44

Passau (RPO). Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hat eine Idee der Türkischen Gemeinde in Deutschland aufgenommen. Ströbele spricht sich dafür aus, einen islamischen Festtag zum Feiertag zu erklären. Diese Idee stößt aber nicht nur auf Zustimmung.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele vermutet, dass bei dem geplanten Panzer-Deal mit Saudi-Arabien, Schmiergelder geflossen seien.  Foto: ddp
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele vermutet, dass bei dem geplanten Panzer-Deal mit Saudi-Arabien, Schmiergelder geflossen seien. Foto: ddp

"Ein gesetzlicher Feiertag wäre ein gutes Zeichen, dass wir den Islam als Weltreligion ernst nehmen", sagte Ströbele der "Passauer Neuen Presse". An einem arbeitsfreien Tag könnten Muslime ihre Nachbarn zum gemeinsamen Feiern einladen.

Ströbele griff damit einen Vorschlag neu auf, mit dem er bereits 2004 auf breiten Widerspruch gestoßen war. Hintergrund war diesmal die Forderung des Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, muslimischen Kindern an einem hohen islamischen Festtag schulfrei zu geben.

Ablehnend zu Kolats Vorschlag äußerte sich der CSU-Integrationsexperte Hartmut Koschyk. "Schulfrei an muslimischen Feiertagen steht für uns überhaupt nicht zur Diskussion. Zur besseren Integration leistet dies jedenfalls keinen Beitrag", sagte er der Zeitung.

Der Vorschlag der Türkischen Gemeinde in Deutschland stößt auch auf Widerstand der türkischstämmigen SPD-Bundestagsabgeordneten Lale Akgün. "Es gibt bereits seit Jahrzehnten Regelungen und die sind absolut ausreichend", sagte Akgün der "Neuen Presse" aus Hannover.

Nach dem Schulgesetz zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen könnten alle Eltern - seien sie muslimisch, jüdisch, buddhistisch oder christlich - an besonderen Feiertagen zwei Tage Urlaub für die Kinder beantragen. Das werde auch genehmigt. Sie fügte hinzu: "Der Vorschlag, muslimischen Feiertag in Deutschland einzuführen, ist aus der Hüfte geschossen."

Quelle: DDP/jt

 
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