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Reaktion auf Aufruf der Zeitschrift "Emma": Süssmuth will nicht für Rot-Grün antreten

zuletzt aktualisiert: 16.09.2003 - 19:22

Frankfurt/Berlin (rpo). Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) ist nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" nicht bereit, als Kandidatin von SPD und Grünen für das Bundespräsidentenamt zu kandidieren.

"Wer von der CDU für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert, entscheidet allein meine Partei", sagte die Ehrenvorsitzende der Frauen-Union der Zeitung.

Süssmuth reagierte damit auf einen von 15 Frauen des öffentlichen Lebens unterzeichneten Aufruf der Zeitschrift "Emma" an alle Parteien, eine Kandidatur Süssmuths zu unterstützen. Aus der unmittelbaren Umgebung Süssmuths wurde ihre Äußerung nach Angaben der Zeitung als Ausdruck dafür bezeichnet, dass sie nur dann für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren bereit sei, wenn sie von der CDU dafür nominiert werden sollte.

Eine Initiative prominenter Frauen hatte sich für Rita Süssmuth (CDU) als Bundespräsidentin ausgesprochen. Es sei Zeit für eine Frau im höchsten Staatsamt, befanden unter anderen die Schauspielerin Senta Berger, die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich und die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer in einem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Aufruf. Die Initiative appellierte an die Parteien, sich auf die ehemalige Bundestags-Präsidentin zu einigen.

Von SPD und Grünen ins Gespräch gebracht

Süssmuth war aus Reihen der SPD und Grünen ins Gespräch gebracht worden. Die SPD-Spitze hat sich darauf festgelegt, dass eine Frau am 1. Juli 2004 die Nachfolge von Johannes Rau antreten soll, der nicht mehr für eine zweite Amtszeit kandidieren will. Innerhalb der Union stößt Süssmuth auf erheblichen Widerstand, weil sie häufig von der Parteilinie abgewichen ist. Zuletzt unterstützte sie das rot-grüne Zuwanderungsgesetz. Die Bundesversammlung wählt am 23. Mai 2004 den nächsten Bundespräsidenten. Dort haben weder Rot-Grün noch die Union eine eigene Mehrheit.


 
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