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Flüchtlingspolitik
Flüchtlinge sollen Taschengeld künftig an Automaten erhalten

Taschengeld für Flüchtlinge an Kassenautomaten
FOTO: dpa, Marijan Murat
Kiel. Flüchtlinge in Schleswig-Holstein sollen bis Jahresende eine Geldkarte erhalten: Das gesetzlich zustehende Taschengeld in Höhe von wöchentlich 35 Euro soll nicht mehr bar ausgezahlt werden. Stattdessen sollen künftig Kassenautomaten in Notunterkünften stehen. 

Schleswig-Holstein will bis zum Jahresende eine Geldkarte für Flüchtlinge einführen. Es sei geplant, künftig das gesetzlich zustehende Taschengeld von etwa 35 Euro pro Woche für jeden erwachsenen Flüchtling nicht mehr direkt durch die Verwaltung bar auszuzahlen, teilte ein Sprecherin des Kieler Innenministeriums am Montag mit. Am Vortag hatte Innenminister Stefan Studt (SPD) in der Sendung "Zur Sache" auf NDR 1 Welle Nord betont, Bargeld sorge immer wieder für Streitereien.

Künftig werden Kassenautomaten in Erstunterkünften aufgestellt. Flüchtlinge sollen dann mit der ihnen vorher ausgehändigten persönlichen Geldkarte ihr Taschengeld aus den Automaten ziehen können. "Wir wollen damit vor allem die Verwaltung entlasten und zudem die bisher oft langen Warteschlangen vor den Auszahlungsstellen vermeiden", erläuterte die Pressesprecherin des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten, Magdalena Drywa.

Außerdem sei dies für die Mitarbeiter sicherer. Es gehe nicht darum, das Taschengeld auf Sachleistungen umzustellen.

(jf; dpa)
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