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Aktionen in 34 Städten: Tausende demonstrieren auf den Ostermärschen

zuletzt aktualisiert: 03.04.2010 - 19:57

Frankfurt/Main (RPO). Tausende Friedensaktivisten haben bei den traditionellen Ostermärschen für einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan demonstriert. Bei den größten Veranstaltungen in Stuttgart und München versammelten sich jeweils rund 1500 Menschen, wie Ostermarsch-Sprecher Willi van Ooyen am Samstag in Frankfurt am Main mitteilte.

Teilnehmer des Ostermarsches Rhein Ruhr 2010 formieren sich am Samstag am Kuhtor in Duisburg. Dort hat der diesjährige Ostermarsch Rhein-Ruhr begonnen. Das Motto der dreitägigen Friedensdemonstration lautet "Ostermarsch im 50. Jahr: Atomwaffen abschaffen! Afghanistankrieg beenden!".  Foto: ddp, ddp
Teilnehmer des Ostermarsches Rhein Ruhr 2010 formieren sich am Samstag am Kuhtor in Duisburg. Dort hat der diesjährige Ostermarsch Rhein-Ruhr begonnen. Das Motto der dreitägigen Friedensdemonstration lautet "Ostermarsch im 50. Jahr: Atomwaffen abschaffen! Afghanistankrieg beenden!". Foto: ddp, ddp

Insgesamt habe es Aktionen in 34 Städten gegeben. Demnach entsprachen die Teilnehmerzahlen etwa dem Niveau des Vorjahres. Die bundesweiten Aktionen signalisierten, dass es eine breitorganisierte Friedensbewegung gebe: "Wir haben eine Stimmung, die im Grundsatz sehr pazifistisch ist", sagte van Ooyen.

In diesem Jahr feiern die Ostermärsche ihren 50. Geburtstag. Es sei eine nach wie vor "lebendige Bewegung mit langem Atem und angesichts des friedenspolitischen Versagens der Bundesregierung ein dringend notwendiges Korrektiv", erklärte das Netzwerk Friedenskooperative.

Demonstration am "Bombodrom"

Für den Tod der drei Bundeswehr-Soldaten am Karfreitag nahe Kundus machte die Bewegung die "zynische und uneinsichtige Politik" der Bundesregierung verantwortlich: "Es muss umgehend mit dem Abzug der Truppen begonnen werden", hieß es.

Von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kämen lediglich Durchhalteparolen, welche "die absolute Ratlosigkeit der Bundesregierung" zeigten, kritisierte das Netzwerk Friedenskooperative. Es werde weitere tote Kämpfer auf beiden Seiten "und vor allem auch immer wieder Opfern unter der Zivilbevölkerung" geben.

Am Ostersonntag wollen die Ostermarschierer auch die deutschen Rüstungsexporte und die Forderung nach einer Abschaffung von Atomwaffen in den Mittelpunkt rücken. Unter anderem soll in Büchel in der Eifel für den Abzug der dort lagernden US-Atombomben demonstriert werden. Im westfälischen Gronau sind Proteste gegen die dortige Urananreicherungsanlage geplant. In Köln startet eine Motorrad-Friedensfahrt. In der brandenburgischen Kyritz-Ruppiner Heide ist eine Demonstration an dem Areal geplant, das bis vor kurzem als "Bombodrom" vorgesehenen war.

Quelle: apd/pst

 
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