kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Wegen Bundestagsentscheidung zu Kinderpornografie: Tauss denkt über SPD-Austritt nach

zuletzt aktualisiert: 19.06.2009 - 19:36

Berlin (RPO). Der unter Kinderpornografieverdacht stehende SPD-Politiker Jörg Tauss denkt über eine Rückgabe seines Parteibuchs nach. Der Bundestagsabgeordnete reagiert damit auf das vom Bundestag am Donnerstag verabschiedete Gesetz zur Sperrung von Kinderpornografie im Internet.

Jörg Tauss denkt über einen SPD-Austritt nach.  Foto: Deutscher Bundestag  / Lichtblick / Achim Melde
Jörg Tauss denkt über einen SPD-Austritt nach. Foto: Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

"Gestern Abend war ein schwarzer Tag für die Demokratie. Ich bin schwer enttäuscht von meiner eigenen Partei", sagte Tauss am Freitag der Internet-Redaktion der Bild-Zeitung. Aus der Piratenpartei gebe es immer mehr Aufforderungen, dass er mitmachen solle. "Ich überlege jetzt, noch in dieser Legislaturperiode zur Piratenpartei zu wechseln", sagte Tauss.

Tauss hatte sich bis zuletzt gegen die Internet-Sperre gewehrt. Definitiv zu seiner politischen Zukunft äußern wolle er sich am (morgigen) Samstag, sagte er. Der Vorsitzende der Piratenpartei, Dirk Hillbrecht, erklärte im "Kölner Stadt-Anzeiger", die Organisation würde Tauss aufnehmen. "Ich finde das sehr spannend, weil es zeigt, dass unsere Ziele und Forderungen bekannter und unterstützter werden", wird Hillbrecht zitiert. Die Piratenpartei kämpft vorwiegend für die Freiheit des Internets.

Wegen des Kinderpornografieverdachts hatte der SPD-Politiker auf eine erneute Kandidatur für den Bundestag verzichtete. Er sitzt seit 1994 für den Wahlkreis Karlsruhe-Land im Parlament und war auf der Landesliste für die Bundestagswahl am 27. September vor seinem Verzicht bereits auf Platz sieben gesetzt, womit sein Wiedereinzug in das Parlament als sicher gegolten hatte. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe führt gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Besitzes, Erwerbs und Verbreitung von Kinderpornografie. Bei einer Durchsuchung in seiner Berliner Privatwohnung wurde entsprechendes Material sichergestellt.

"Recherche als Abgeordneter"

Der ehemalige medienpolitische Sprecher der SPD gab ab, er sei bei Recherchen als Abgeordneter auf das Material gestoßen. Sein Ziel sei es gewesen, einen Kinderpornoring zu sprengen. Er sei davon ausgegangen, dass er als Bundestagsabgeordneter unter die gesetzliche Ausnahmeregelung falle, wonach Recherchen zu dienstlichen Zwecken nicht strafbar seien. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft steht das beschlagnahmte Material dagegen nicht in Zusammenhang mit der Abgeordnetentätigkeit von Tauss.

Quelle: AP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Der Gründer der Internet-Plattform VroniPlag erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan und fordert ihren Rückt ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Kristina-Schroeder-die-Familienministerin_1_50355.jpg

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Innerhalb der schwarz-gelben Koalition ist die Mehrheit für den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld nicht sicher. Die Unionsfrauen haben bereits angekündigt, dass sie dem Gesetzentwurf in dieser Form nicht zustimmen werden. Sie fordern eine ... mehr

 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

 
Top-Services