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Anschlagsplanungen in Deutschland: Terrorverdächtige wollten Frauen und Kinder verschonen

zuletzt aktualisiert: 06.10.2007 - 12:40

Hamburg (RPO). Die drei Anfang September festgenommenen terrorverdächtigen Islamisten wollten bei ihren geplanten Anschlägen offenbar Frauen und Kinder verschonen. Als mögliche Ziele hatten sie daher vor allem militärische Punkte anvisiert. 

Drei Autobomben mit je bis zu 250 Kilogramm Sprengstoff sollten detonieren - die Auswirkungen wären verheerend gewesen. Doch die mutmaßlichen Islamisten haben bei ihren Anschlagsplanungen darauf geachtet, dass möglichst wenige Frauen und Kinder unter den möglichen Opfern sein sollten. Das geht nach laut "Der Spiegel" aus abgehörten Gesprächen hervor. Als mögliche Ziele hätten die Islamisten unter anderem die US-Basis Ramstein avisiert. Supermärkte verwarfen die Verdächtigen der Zeitschrift zufolge hingegen, weil unter den potenziellen Opfern zu viele Frauen und Kinder gewesen wären.

Mittlerweile haben die Ermittler den Angaben nach auch rekonstruiert, woher insgesamt 26 militärische Zünder stammen, die bei der Festnahme des Trios im Sauerland gefunden worden waren. In einer Vernehmung vor dem Ermittlungsrichter in Karlsruhe habe ein 15-jähriger Deutsch-Tunesier eingeräumt, die Zünder unwissentlich in einer Plastiktüte von Istanbul nach Niedersachsen transportiert zu haben. Die Detonatoren seien in den Absätzen von zwei Schuhen versteckt gewesen, die die Ermittler später aufgesägt vorfanden. In Braunschweig habe der 15-Jährige die Schuhe mit den Zündern am 26. August an den deutschen Konvertiten Fritz Gelowicz übergeben, einen der drei festgenommenen Islamisten.

Quelle: afp

 
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