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Berlins Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) liebt provokante Worte. Mit seinen Äußerungen handelt er sich immer wieder Kritik ein. Wir dokumentieren seiner markigsten Aussagen.
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Sommer 2010: Der SPD-Mann bringt sein Buch mit dem Titel "Deutschland schafft sich ab" heraus. Im Vorfeld sagt er in einem Interview: "Für die Gesamtheit der muslimischen Einwanderung in Deutschland gilt die statistische Wahrheit: In der Summe haben sie uns sozial und auch finanziell wesentlich mehr gekostet, als sie uns wirtschaftlich erbracht haben."
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Und weiter erklärt er: "Die unqualifizierte Migration, die wir gegenwärtig haben, und die Migration des ungebildeten, unqualifizierten Familiennachzugs, das kann in dieser Form nicht weitergehen."
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Kurz vor der Veröffentlichung legt Sarrazin nach. Er sagt: "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen."
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Frühjahr 2010: Sarrazin erklärt in einem Interview, Araber und Türken hätten "keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel".
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September 2009: In einem Interview in der Kulturzeitschrift „Lettre International” drischt Sarrazin auf Berlin, Arme und Ausländer ein: "Berlin hat einen Teil von Menschen, etwa 20 Prozent der Bevölkerung, die ökonomisch nicht gebraucht werden, 20 Prozent leben von Hartz IV und Transfereinkommen, bundesweit sind es nur acht bis zehn Prozent.”
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Weiter heißt es: "Es gibt auch das Problem, dass 40 Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfinden.”
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Zu den Ausländern in Berlin sagt Sarrazin: "Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung.”
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Ferner heißt es: "Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel.”
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Im Juli 2008 äußerte sich Sarrazin mit drastischen Worten zum Thema Energiekosten:
"Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können."
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Juni 2008 zur Mindestlohn-Debatte:
"Für fünf Euro würde ich jederzeit arbeiten gehen. Das wären 40 Euro pro Tag."
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Februar 2008 zu seinem Speiseplan für "Hartz IV"-Empfänger:
"Für 4,25 Euro könne man sich "vollständig, gesund und wertstoffreich ernähren". Auf Kritik konterte er: "Wenn man sich das anschaut, ist das kleinste Problem von 'Hartz-IV'-Empfängern das Untergewicht."
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Februar 2008 zum Thema Schwarzarbeit:
"Ehe jetzt einer im 20. Stock sitzt und den ganzen Tag nur fernsieht, bin ich schon fast erleichtert, wenn er ein bisschen schwarz arbeitet."
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Februar 2008 zum Berliner Bildungssystem:
"Bayerische Schüler ohne Abschluss können mehr als unsere in Berlin mit Abschluss."
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November 2007 über den Berliner Stadtteil Tempelhof:
"Tempelhof ist kein Filetstück. Und wenn, dann schauen schon die Maden raus."
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Oktober 2007: "Wer als Hatz IV-Empfänger Kraft fürs Ehrenamt hat, sollte auch die Kraft haben, sich um Arbeit zu bemühen, und dort seine ersten Aktivitäten rein legen."
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August 2006 zur Berliner Finanzlage:
"Lassen Sie mich mal so sagen: Der Schutt ist abgeräumt. Wir leben nicht mehr im Jahr 1945, sondern wir leben im Jahr 1947."
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Januar 2005 zur geplanten Länderfusion:
"Das vereinte Land Berlin-Brandenburg ist natürlich immer eine Stadt Berlin mit angeschlossener landwirtschaftlicher Fläche."
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November 2003 über Studenten, die sein Berliner Büro besetzten:
"Ihr seid alle Arschlöcher."
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November 2002 zur Debatte über höhere Kita-Gebühren:
"Es wird ja so getan, als ob der Senat die Kinder ins Konzentrationslager schicken wollte."
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März 2002 zum Berliner Stadtbild: "Nirgendwo schlurfen so viele Menschen in Trainingsanzügen durch die Straßen wie in Berlin."
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Februar 2002 über Berliner Beamte:
"Die Beamten laufen bleich und übel riechend herum, weil die Arbeitsbelastung so hoch ist."