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Horror-Clowns
De Maizière fordert "null Toleranz" für Maskierte

Polizei gibt Tipps zum Umgang mit Horrorclowns
Polizei gibt Tipps zum Umgang mit Horrorclowns
Chemnitz. Der Bundesinnenminister greift jetzt auch in die Debatte um die "Horror-Clowns" ein. Er ermutigt Betroffene, Strafanzeige zu stellen.

Thomas de Maizière (CDU) sieht die Gefahr, dass sich Nachahmer ermutigt fühlen, wenn die bedrohlichen "Clowns" nicht bestraft würden. Die Behörden müssten "solche Entwicklungen möglichst früh bekämpfen und den Tätern hart und mit null Toleranz entgegentreten", sagte de Maizière der in Chemnitz erscheinenden "Freien Presse". Andernfalls fühlten sich Nachahmer möglicherweise ermutigt, gab er zu bedenken.

"Wenn Menschen massiv mit Gewalt bedroht werden, kann das strafbar sein", warnte de Maizière. "Das hat nichts mehr mit harmlosen Halloween-Bräuchen zu tun." Angesichts der bundesweit wachsenden Zahl von Zwischenfällen forderte der Innenminister die Betroffenen auf, Strafanzeige zu stellen.

"Bei Kettensägen hört der Spaß auf"

Seit geraumer Zeit häufen sich bundesweit die Vorfälle mit maskierten "Horror-Clowns". Sie erschrecken Passanten, verfolgen sie mit Baseballschlägern und verletzen sie mitunter. Einige Opfer wehrten sich - unter anderem mit Schlägen oder Reizgas.

De Maizière betonte in dem Interview, die Kunst eines Clowns bestehe darin, andere Menschen zum Lachen zu bringen. Diese Erwartung werde jedoch von den Grusel-Clowns grob missbraucht, um Furcht zu verbreiten. Wenn die Maskierten zudem "Kettensägen oder Messer bei sich tragen, hört der Spaß endgültig auf", sagte der Minister. Am abscheulichsten sei es, wenn Filme von verängstigten Menschen angefertigt und anschließend ins Internet gestellt würden.

(jj/AFP)
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