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Gedenken an Ehrenvorsitzenden
FDP benennt Parteizentrale nach Genscher

Thomas-Dehler-Haus wird Genscher-Haus: FDP benennt Parteizentrale nach Genscher
Blick auf das Thomas-Dehler-Haus in Berlin. FOTO: dpa, car
Berlin. Zum Jahrgedächtnis für ihren verstorbenen Ehrenvorsitzenden wird die FDP ihre Parteizentrale in "Hans-Dietrich-Genscher-Haus" umbenennen. Von Gregor Mayntz

"Gerade weil Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit und Völkerverständigung weltweit unter Druck geraten sind, wollen wir uns jeden Tag an diese Werte erinnern, wenn wir unsere Parteizentrale betreten", sagte FDP-Chef Christian Lindner unserer Redaktion. Deshalb werde das Haus am Montag nach Hans-Dietrich Genscher benannt. Dieser habe sich um das Land und die Freien Demokraten in herausragender Weise verdient gemacht. "Er steht für die Idee der Freiheit in Wirtschaft und Gesellschaft, für Bürgerrechte und das geeinte Europa", unterstrich Lindner. Genscher sei ein großer Staatsmann mit Mut zu neuem Denken gewesen. Damit verkörpere er die klassischen Werte der Freien Demokraten.

Derzeit ist die Parteizentrale an der Reinhardtstraße in Berlin nach Thomas Dehler, dem FDP-Mitgründer und Bundesvorsitzenden der 50er Jahre benannt. Auch die Parteizentralen in Bonn trugen an verschiedenen Standorten bereits diesen Namen. Zum Jahrestag von Genschers Tod würdigt die FDP ihren langjährigen Bundes- und Ehrenvorsitzenden und Rekord-Außenminister mit Referaten von Wegbegleitern. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Botschafter Wolfgang Ischinger, beschäftigt sich mit Genschers außenpolitischem Wirken, Genschers Nachfolger Klaus Kinkel steuert die Mitarbeiter-Perspektive bei, und zur offiziellen Umbenennung der Parteizentrale geht auch Lindner auf die Bedeutung Genschers ein.

 

 
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