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Thüringer AfD-Chef
Höcke nennt Mahnmal-Aktivisten "Terroristen"

Thüringer AfD-Chef Björn Höcke nennt Mahnmal-Aktivisten "Terroristen"
Björn Höcke kommt in Leipzig an einer Veranstaltungshalle auf dem alten Messegelände an. Dort fand die Veranstaltung des Compact-Magazines statt. FOTO: dpa, wil axs
Bornhagen/Leipzig. Björn Höcke, der Chef der AfD in Thüringen, hat sich erstmals öffentlich über den Nachbau des Holocaust-Mahnmals neben seinem Haus geäußert und die Aktion scharf verurteilt.

"Wer so etwas tut, ist in meinen Augen ein Terrorist", sagte Höcke mehreren Youtube-Videos zufolge am Samstag bei einer Konferenz des rechtspopulistischen "Compact"-Magazins in Leipzig. Deshalb sei das "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) keine Künstlergruppe. "Sie ist eine kriminelle Vereinigung. Ja, sie ist eine terroristische Vereinigung."

Seine Familie sei über elf Monate hinweg überwacht worden, sagte Höcke. Dies sei ein tiefer Eingriff "in das Schamgefühl eines Menschen". Gleichzeitig beklagte Höcke, manch ein Parteikollege hätte sich deutlicher an seine Seite stellen können.

Die ZPS-Aktivisten haben das angemietete Grundstück im thüringischen Bornhagen unterdessen verlassen und das Mahnmal für die Öffentlichkeit geschlossen. Man fühle sich dort nach anonymen Drohungen gegen einzelne Mitglieder der Gruppe nicht mehr sicher, hatte der künstlerische Leiter Philipp Ruch am Freitag gesagt. Am Montag wolle man zurück aufs Gelände und das Mahnmal wieder öffnen.

Das "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) hatte am Mittwoch aus Protest gegen eine umstrittene Rede Höckes eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals auf einem Nachbargrundstück in Bornhagen enthüllt. Nach eigenen Angaben beobachtet das ZPS den Thüringer Partei- und Fraktionsvorsitzenden seit Monaten.

(felt/dpa)
 
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