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Bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 lag die SPD mit 34,2 Prozent der Stimmen noch fast gleichauf mit der Union. Doch der Verlust der Regierungsmehrheit zog eine ganze Serie von Tiefschlägen nach sich, zuletzt bei der Europawahl.
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10. Oktober 2005: Gerhard Schröder lehnt das Amt des Vizekanzlers in einer großen Koalition ab und zieht sich aus der Politik zurück.
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31. Oktober 2005: Der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering verzichtet auf eine neue Kandidatur als Parteichef. Zuvor hatte er seinen Kandidaten Kajo Wasserhövel nicht als Generalsekretär durchsetzen können. Stattdessen sprach sich der Parteivorstand mehrheitlich für die Parteilinke Andrea Nahles aus.
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15. November 2005: Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck wird neuer SPD-Chef. Schon im April 2006 tritt er aber aus Gesundheitsgründen zurück. Nachfolger wird der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, der bei Landtagswahlen im März die absolute Mehrheit erzielt hatte.
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22. November 2005: Müntefering wird Vizekanzler und Arbeitsminister in der großen Koalition.
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14. Mai 2006: Beck wird offiziell zum neuen SPD-Chef gewählt. Er bemüht sich in der Folgezeit um eine stärkere Abgrenzung von der Union, was teilweise als Linksruck interpretiert wird.
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26. Oktober 2007: Nach wochenlangem Streit zwischen Beck und Müntefering stellt sich der SPD-Parteitag in Hamburg hinter Beck und beschließt eine längere Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I für Ältere.
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13. November 2007: Müntefering tritt überraschend als Vizekanzler und Arbeitsminister zurück, um seiner schwerkranken Frau Ankepetra beizustehen.
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27. Januar 2008: Bei der Hessen-Wahl erzielen weder CDU und FDP noch SPD und Grüne eine Mehrheit. Dies löst Spekulationen über Rot-Rot-Grün aus.
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20. Februar 2008: Äußerungen Becks aus einem Hintergrundgespräch sickern durch, wonach sich die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti mit den Stimmen der Linken zur Ministerpräsidentin wählen lassen will - was sie vor der Wahl ausgeschlossen hatte.
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24. Februar 2008: Die SPD gewinnt bei der Wahl in Hamburg Stimmen hinzu, verfehlt aber einen Regierungswechsel. Spitzenkandidat Michael Naumann macht Beck und die Öffnung der SPD zur Linken dafür verantwortlich. Als Kanzlerkandidat ist zunehmend Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Gespräch.
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5. April 2008: Ypsilanti stellt sich wegen des abweichenden Votums der SPD-Landtagsabgeordneten Dagmar Metzger doch nicht zur Wahl als Ministerpräsidentin. Die Bundes-SPD hatte zuvor ein Bündnis mit der Linken auf Bundesebene ausgeschlossen, zugleich aber den Landesverbänden freie Hand gegeben.
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6. September 2008: Absprachen zwischen Beck und Steinmeier, wonach der Außenminister Kanzlerkandidat werden soll, werden gerüchteweise verbreitet, ebenso die Darstellung, Beck sei zur Bekanntgabe dieser Entscheidung gedrängt worden.
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7. September 2008: Vor einer SPD-Klausurtagung am brandenburgischen Schwielowsee tritt Beck unter Hinweis auf Indiskretionen und Diffamierungen zurück. Das SPD-Präsidium nominiert Steinmeier zum Kanzlerkandidaten. Auf seine Bitte kommt Müntefering auf den Posten des Parteichefs zurück.
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18. Oktober 2008: Müntefering wird auf einem Sonderparteitag wieder zum SPD-Chef gewählt.
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25. November 2008: Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement tritt nach 28 Jahren aus der SPD aus. Er hatte im Januar energiepolitischen Pläne Ypsilantis kritisiert und indirekt von der Wahl der Hessen-SPD abgeraten. Am 24. November hatte die Bundesschiedskommission entschieden, dass es bei einer zuvor von der SPD Bochum erteilten Rüge für Clement bleibt.
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18. Januar 2009: Die Hessen-SPD verliert bei den erneuten Landtagswahlen haushoch. Die CDU mit Roland Koch regiert weiter.
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7. Juni 2009: Bei der Europawahl erzielt die SPD mit nur noch 20,8 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl überhaupt.