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EU-Parlament: Tillich flunkerte angeblich bei Lebenslauf

zuletzt aktualisiert: 07.12.2008 - 17:39

Berlin (RPO). Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) gerät wegen seiner Vergangenheit immer stärker unter Druck. Der Politiker soll als Mitglied des EU-Parlaments einen Lebenslauf mit wahrheitswidrigen Passagen vorgelegt haben, heißt es in einem Medienbericht. 

Wie die "Welt" berichtet, hat Tillich in seiner Zeit als Mitglied des Europäischen Parlaments von 1994 bis 1999 einen Lebenslauf mit mehreren unwahren Abschnitten vorgelegt. So habe Tillich seine Funktion als Mitglied des CDU-Kreisvorstandes Kamenz in das Revolutionsjahr 1989 verlegt. Damit sei seine Einbindung in die Hierarchie der SED-hörigen Blockpartei weniger anrüchig erschienen. Im "Handbuch der Volkskammer" hatte Tillich jedoch laut "Welt" noch angegeben: "Seit 1988 CDU-Kreisvorstand Kamenz".

Dem Bericht zufolge verkürzte Tillich in der Brüsseler Biografie außerdem seine Laufbahn als Angehöriger des DDR-Staatsapparats auf die Zeit von 1987 bis 1989. Tatsächlich habe der DDR-Kommunalpolitiker diese Tätigkeit bis ins Jahr 1990 hinein ausgeübt. Tillich steht wegen des Umgangs mit seiner Vergangenheit in der DDR-CDU seit Wochen in der Kritik.

Unzutreffend ist der Zeitung zufolge ferner die Darstellung des früheren Europa-Parlamentariers, wonach er "seit 1989 selbstständiger mittelständischer Unternehmer" gewesen sei. Damit habe Tillich den Eindruck erweckt, er habe sich direkt nach dem Umbruch in der DDR beruflich neu orientiert. Laut Handelsregister sei Tillich aber erst später Chef seiner Clauß und Tillich GmbH geworden.

Quelle: AFP

 
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