Energiepolitik: Töpfer: Wir müssen unabhängiger vom Öl werden
zuletzt aktualisiert: 06.09.2005 - 07:51Berlin (rpo). Eine Wende in der globalen Energiepolitik fordert der Chef der Umweltbehörde der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer, nach der Hurrikankatastrophe in den USA. "Wir müssen unabhängiger vom Öl werden". Dies sei wirtschaftlich und umweltpolitisch eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft.
Das sagte Töpfer der "Berliner Zeitung". "Eine signifikante Senkung der Rohölpreise wird es nicht mehr geben", betonte Töpfer. Dafür sei die Nachfrage auf den Weltmärkten viel zu groß.
Der Wirbelsturm in den USA habe gezeigt, dass die Situation auf den weltweiten Energiemärkten "sehr schnell eskalieren" könne, warnte Töpfer. Als Konsequenz verlangte er unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien, effizientere Kraftwerke, sparsamere Kraftfahrzeuge, neue Treibstoffe sowie verstärkte Anstrengungen beim Energiesparen.
Der UN-Umweltchef appellierte auch an Deutschland, seine Anstrengungen zum Klimaschutz zu verstärken. Das sei alles kein Selbstläufer, so Töpfer. Er wandte sich gegen den Einwand, zu viel Umweltschutz koste Arbeitsplätze. "Umwelt und Wirtschaftswachstum sind kein Gegensatz." Mehr Klimaschutz werde in Deutschland zu vielen neuen Jobs führen. Als Beispiel nannte er die Unterstützung der Schwellenländer beim Einsatz neuer klimaschonender Technologien.
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