Nach Hurrikan Katrina: Trittin verteidigt Klima-Kritik an USA
zuletzt aktualisiert: 04.09.2005 - 09:34Köln (rpo). Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat für seine Äußerungen zur US-Klimapolitik harsche Kritik einstecken müssen. Nun hat der Grünen-Politiker seinen Appell an die Vereinigten Staaten verteidigt. Die Debatte, die seine Kritik ausgelöst habe, sei hysterisch.
Er habe sein Kritik zu einem Zeitpunkt getätigt, "als wir alle glaubten, dass dieser Sturm doch glimpflich vorbei gegangen sei", sagte der Grünen-Politiker am Sonntag im Deutschlandfunk.
Er habe den Eindruck, dass hier etwas "nachträglich inszeniert" werde, um von der tatsächlichen Frage abzulenken: "Müssen wir uns alle nicht anstrengen, um die Gefahr solcher Katastrophen mit solch unermesslichem Leid für die Menschen künftig mindern und die Häufung solcher Ereignisse zu reduzieren". Das beziehe sich jedoch nicht nur auf die Amerikaner, sondern "das gilt für und Deutsche genau so", betont er.
Trittins Äußerungen zur US-Klimapolitik hatten beim politischen Gegner große Entrüstung ausgelöst. Der Minister hatte an die USA appelliert, den Widerstand gegen verbindliche internationale Klimaschutzziele aufzugeben und dem Land einen "klimapolitischen Irrweg" vorgeworfen.
Es sei eindeutig belegt, dass der Klimawandel das Entstehen von Stürmen und Fluten in Nordamerika und Europa wahrscheinlicher mache. Der FDP-Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff hatte daraufhin die Entlassung Trittins gefordert.
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