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"Sauerland-Gruppe": Türkei liefert Terrorverdächtigen aus

zuletzt aktualisiert: 14.11.2008 - 16:43

Hamburg (RPO). Ein mutmaßliches Mitglied der "Sauerland-Gruppe" wird nach Medienangaben nach Deutschland ausgeliefert. Der 23-Jährige soll verheerende Anschläge mitgeplant haben und sitzt zurzeit in der Türkei im Gefängnis.

Der mutmaßliche Terrorhelfer Atilla S., der seit November 2007 in der Türkei im Gefängnis sitzt, wird Medienangaben zufolge an Deutschland ausgeliefert. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 23-jährigen Ulmer vor, als Mitglied der sogenannten "Sauerland-Gruppe" verheerende Anschläge in Deutschland mitgeplant zu haben. Wie "stern.de" am Freitag berichtete, soll S. kommende Woche in Deutschland eintreffen. Nach Angaben des Anwalts von S., Manfred Gnjidic, wird sein Mandant am 20. November nach Deutschland ausgeliefert und einen Tag später dem Haftrichter vorgeführt.

Atilla S. wird verdächtigt, in der Türkei 26 Sprengzünder beschafft zu haben. Nach Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA) soll er sich außerdem im Juni 2006 in Pakistan in einem Terrorcamp der "Islamischen Jihad Union" (IJU) aufgehalten haben, heißt es weiter. Am 6. November 2007 war er im türkischen Konya verhaftet und inhaftiert worden.

Die "Sauerland-Gruppe" um die Deutschen Fritz Gelowicz und Daniel Schneider sowie den Türken Adem Yilmaz plante laut Anklage der Karlsruher Bundesanwaltschaft im vorigen Jahr Terroranschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland. Die jungen Männer hatten sich zwölf Fässer Wasserstoffperoxid beschafft und in einer Ferienwohnung im sauerländischen Oberschledorn damit begonnen, daraus Sprengstoff herzustellen. Im September vergangenen Jahres nahm sie die Polizei dort fest.

Quelle: afp

 
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