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Landtagswahlkampf in NRW
Die Fakten zum TV-Duell zwischen Kraft und Laschet

TV-Duell zwischen Kraft und Laschet: Das müssen Sie wissen
Hannelore Kraft (SPD) und Armin Laschet (CDU) (Archiv). FOTO: dpa, ve jhe
Köln. Knapp zwei Wochen vor der NRW-Landtagswahl trifft Hannelore Kraft im TV-Duell auf Armin Laschet. Eine Stunde lang werden Herausforderer und Ministerpräsidentin versuchen, die Wähler am Fernseher von sich zu überzeugen. Regeln gibt es für die Debatte nicht. Der WDR überträgt live.  
  • Wann beginnt das TV-Duell?

Kraft (SPD) und Laschet (CDU) treffen am Dienstagabend in den WDR-Fernsehstudios in Köln-Böcklemünd aufeinander, der Sender zeigt die Debatte live in seinem Fernsehprogramm. Das Duell wird auch im Radio auf WDR 5 zu hören sein. Im Studio selbst wird es kein Publikum geben. Das TV-Duell beginnt um 20.15 Uhr und wird eine Stunde dauern. 

  • Wie läuft das TV-Duell zwischen Kraft und Laschet ab?

Kraft und ihr Herausforderer Laschet stellen sich den Fragen der Chefredakteurinnen Sonia Mikich und Gabi Ludwig. Die beiden Journalistinnen wollen in den 60 Minuten mehrere Themen ansprechen, wie sie ankündigten. Es soll unter anderem um die Schulpolitik, die Innere Sicherheit, aber auch um die soziale Gerechtigkeit gehen.

Der WDR will erreichen, dass sich zwischen den beiden Politikern und den Journalistinnen ein Gespräch entwickelt. Im Gegensatz zu anderen TV-Duellen werde es deshalb keine besonderen Regeln geben, sagte eine Sprecherin des Senders.

Ein Zeitlimit ist zum Beispiel nicht geplant: Kraft und Laschet könnten auf die Fragen antworten, ohne dass sie auf die Uhr schauen müssten, sagte die WDR-Sprecherin. Die Moderatorinnen würden aber darauf achten, dass die Ministerpräsidentin und ihr Herausforderer in etwa gleich viel Redezeit bekommen werden.   

  • Wie ist die Ausgangslage vor dem TV-Duell? 

"Hannelore Kraft hat günstigere Persönlichkeitswerte, sie hat den Amtsbonus und sie kennt das Format bereits", sagt Politikwissenschaftler Christoph Bieber von der Uni Duisburg-Essen. Kraft gehe deshalb mit einem Vorteil in das TV-Duell. "Aber es ist nicht so, dass das ein ungleiches Duell ist. Das sieht man allein daran, dass sich die Ministerpräsidentin ihrem Kontrahenten stellt."

  • Wie sollten Kraft und Laschet im TV-Duell auftreten? 

"Eine Amtsinhaberin muss nicht angreifen", sagt Politikwissenschaftler Bieber. "Das würde man als Zeichen der Schwäche auslegen. Sie muss da möglichst staatstragend agieren. Die Angriffe würde ich eher beim Herausforderer vermuten."

  • Was sollten Kraft und Laschet unbedingt vermeiden?

"Für beide ist es sehr wichtig, Fettnäpfchen zu vermeiden", sagt Politikwissenschaftler Bieber. Er rechnet aber damit, dass sich beide Politiker für brenzligen Situationen schon Auswege zurechtgelegt haben. "Alles kann man allerdings nicht vorbereiten", sagt Bieber. "Es muss ja noch nicht mal ein unglückliches Statement sein, manchmal reicht schon eine Geste. George Bush Senior schaute im Duell mit Clinton auf die Uhr. Das kreidete manch einer ihm sehr an."

  • Welchen Einfluss hat das TV-Duell auf den Wahlausgang?

Der Landtag wird am 14. Mai gewählt, also in knapp zwei Wochen. "Das Duell ist weit genug weg von der Wahl, so dass man noch genügend Zeit hätte, eventuelle Schäden zu beseitigen", sagt Politikwissenschaftler Bieber. "Bis zum Wahltag wird es noch viele andere Dinge geben, die die Debatten überlagern und ergänzen." Allerdings dürfe man nicht vergessen, dass schon gewählt werde – per Briefwahl. "Also kann man auch nicht sagen, dass alles, was im TV-Duell passiert, bis zur Wahlentscheidung verflogen sein wird."

  • Ist es das einzige TV-Duell zwischen Kraft und Laschet?

Am Donnerstag treffen sich Kraft und Laschet im Fernsehstudio wieder. Dann sind auch die anderen Spitzenkandidaten Sylvia Löhrmann (Grüne), Christian Lindner (FDP), Michele Marsching (Piraten), Marcus Pretzell (AfD) und Özlem Alev Demirel (Linke) dabei. Für diese Sendung hat der WDR 105 Minuten eingeplant.

Mit den Teilnehmern der Runde seien alle Parteien vertreten, die bereits in dieser Wahlperiode im nordrhein-westfälischen Landtag sind oder realistische Aussichten haben, in das neugewählte Parlament einzuziehen, hatte der Sender mitgeteilt.

(wer/dpa)
 
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