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Gesundheitsfonds: Ulla Schmidt unterstellt Krankenkassen Furcht vor Transparenz

zuletzt aktualisiert: 29.10.2008 - 07:36

Stuttgart (RPO). Die deutschen Krankenkassen haben in den vergangenen Wochen den Gesundheitsfonds kritisiert. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt unterstellt den Kassen Furcht vor mehr Transparenz, da sie die Gründe für mögliche Beitragserhöhungen nicht öffentlich erklären wollten.

Ulla Schmidt kritisiert die Impfmüdigkeit.  Foto: AP, AP
Ulla Schmidt kritisiert die Impfmüdigkeit. Foto: AP, AP

"In Wahrheit geht es den Kassenmanagern darum: Alles soll intransparent bleiben, man will weiter selbstherrlich die Beiträge anheben können in der Hoffnung, dass die Menschen das nicht merken", sagte die SPD-Politikerin den "Stuttgarter Nachrichten" zufolge. Kein Kassenmanager wolle "öffentlich erklären müssen, warum er mit dem Geld aus dem Fonds nicht auskommt", wurde sie zitiert.

Strikt wies Schmidt Forderungen der Kassen nach mehr Mitteln für das Startjahr 2009 des Gesundheitsfonds ab. Mit 167 Milliarden Euro stünden 11 Milliarden mehr als im laufenden Jahr zur Verfügung. Das Geld reiche. "Die Kassenmanager sollen ihren Job machen", forderte Schmidt weiter. Es sei "natürlich bequemer, einen Vertrag mit Leistungserbringern zu hohen Konditionen zu machen, als sich um gute Qualität und bezahlbare Preise zu streiten", fügte sie hinzu.

Der einheitliche Krankenkassenbeitrag von 15,5 Prozent, der ab 1. Januar gelten soll, steht heute auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts in Berlin. Damit läge der einheitliche Beitrag der gesetzlich Versicherten 0,6 Prozentpunkte höher als zuletzt der Durchschnittsbeitrag.

Quelle: ap

 
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