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Neue Umfrageergebnisse
AfD-Klientel ist ostdeutscher, rechtslastiger und männlicher als 2014

Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch
Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch FOTO: dpa, spf pil tmk
Berlin. Die Zahlen sprechen für sich: Die Anhängerschaft der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) hat sich nach einer Forsa-Umfrage innerhalb der vergangenen eineinhalb Jahre klar verändert.

Gegenüber einer vorangegangenen Befragung im Mai 2014 sei sie jetzt stärker von Ostdeutschen, Männern und sich politisch rechts verortenden Sympathisanten geprägt, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" als Auftraggeberin des Forsa-Instituts.

Im Mai 2014 stammten demnach von denen, die im theoretischen Fall einer unmittelbar anstehenden Bundestagswahl AfD wählen würden, 18 Prozent aus Ostdeutschland - jetzt sind es 28. Der Anteil der Männer stieg von 69 auf 72 Prozent, der Anteil der Über-45-Jährigen von 63 auf 71 Prozent. Vor eineinhalb Jahren verorteten sich 28 Prozent der AfD-Anhänger politisch als rechts, jetzt sind es 38 Prozent.

Forsa-Geschäftsführer Manfred Güllner ergänzte: "Bei fast allen Merkmalen, die für eine rechtsradikale Partei typisch sind - Männer, Osten, ökonomischer Pessimismus, Vorbehalte gegen das Parteiensystem -, ist der Anteil bei den AfD-Anhängern 2015 im Vergleich zu 2014 größer geworden."

1103 AfD-Anhänger wurden im Rahmen des RTL/"Stern"-Wahltrends zwischen September und November 2015 befragt.
 

(felt/dpa)
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