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Kritik an Ursula von der Leyen: Union streitet über ihr neues Familien-Bild

VON MARGARETE VAN ACKEREN UND EVA QUADBECK - zuletzt aktualisiert: 16.02.2007 - 08:24

Berlin (RP). Der Streit in der Union über die Familienpolitik spitzt sich zu. Der Vorstoß von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen um 500.000 Plätze zu erweitern und dafür drei Milliarden Euro auszugeben, stößt in Teilen der Union auf Ablehnung.

Kurzversion der Stimmung: Von der Leyen macht einen guten Job, aber der Eindruck, die berufstätige Frau würde bevorzugt, darf nicht entstehen. „Mir kommt die Wertschätzung dessen zu kurz, was Mütter an Aufgaben zu Hause übernehmen, wenn sie auch über das erste Lebensjahr eines Kindes hinaus zu Hause bleiben“, sagte Unionsfraktionsvize Ilse Falk (CDU) unserer Zeitung. „Es darf nicht sein, dass Hausfrauen als neue Rabenmütter angesehen werden“, mahnte sie.

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) bezweifelt, dass so viele neue Betreuungsplätze nötig sind. Man sei in der Union einig, dass es mehr Betreuungsplätze geben müsse, damit insbesondere die Mütter die Wahlmöglichkeit hätten, Familie und Beruf miteinander zu verbinden. „Ich denke aber, wir sollten bei dem erreichbaren Ziel von 230000 zusätzlichen Plätzen bis zum Jahr 2010 bleiben, wie es im Koalitionsvertrag festgehalten ist.“ Zugleich betonte er, der prinzipielle Kurs von der Leyens sei richtig.


 
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