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CSU: Unterstützung für Seehofer nimmt zu

zuletzt aktualisiert: 06.10.2008 - 12:05

München (RPO). Das Tauziehen in Bayern läuft offenbar auf sein Ende hinaus. Immer mehr CSU-Anhänger unterstützen eine Doppelfunktion Horst Seehofers als künftiger Parteichef und bayerischer Ministerpräsident.

Der Vorsitzende des CSU-Bezirks Niederbayern, Manfred Weber, sagte der "Passauer Neuen Presse" vom Montag, viele Anhänger sorgten sich, ob die CSU noch die Stimme Bayerns sei. "Deswegen braucht es jemanden, der kraftvoll für die CSU und den Freistaat sprechen kann. Und das ist Horst Seehofer."

Der schwäbische Bezirksvorsitzende Markus Ferber sagte im Deutschlandfunk, er sei der festen Überzeugung, dass es notwendig sei, beide Ämter zusammenzuführen. "Wir müssen nach der Wahlniederlage vom 28. September die Kräfte bündeln. Wir müssen die Bastion Bayern stärken", sagte Ferber.

Außer Seehofer bewerben sich auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und Wissenschaftsminister Thomas Goppel um die Nachfolge von Günther Beckstein. Während Goppel Unterstützung aus Unterfranken hat, kann Herrmann auf Stimmen aus Mittelfranken zählen.

Die weitaus größte Zahl der Unterstützer hat allerdings Seehofer, für den unter anderem der mitgliederstärkste CSU-Bezirk Oberbayern und die Junge Union sind. Am Mittwoch soll die CSU-Landtagsfraktion die endgültige Entscheidung fällen.

Huber lässt politische Zukunft offen

Der scheidende CSU-Vorsitzende Erwin Huber hat unterdessen offen gelassen, wie er sich seine politische Zukunft vorstellt. Er sei bereit, weiterhin Verantwortung für Staat und Partei zu übernehmen, bekräftigte Huber am Montag in Berlin. Er stelle aber keine Forderungen in den Raum, konkrete Entscheidungen hingen vom "Gesamttableau" ab.

Zuvor hatten mehrere Medien darüber spekuliert, Huber könnte den Fraktionsvorsitz im bayerischen Landtag übernehmen, falls der designierte Parteivorsitzende Horst Seehofer auch Ministerpräsident wird. Gegen eine solche Lösung soll es aber erhebliche Widerstände in der Fraktion geben.

Quelle: afp

 
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