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Ministerin Ursula von der Leyen
"Bundeswehr hat kein erhöhtes Extremismus-Problem"

Porträt: Von der Leyen - Ministerin mit Ambitionen
Porträt: Von der Leyen - Ministerin mit Ambitionen FOTO: dpa, Hannibal Hanschke
Berlin. Die Bundeswehr hat nach den Worten von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kein "überproportionales Extremismus-Problem". In den vergangenen fünf Jahren habe es rund 140 abgeschlossene Verdachtsfälle gegeben, sagte die CDU-Politikerin der "Südwest Presse" aus Ulm.

"In 70 Fällen gab es Entwarnung, nur in 18 Fällen hat sich der Verdacht bestätigt. In der Regel wurden die Betroffenen vorzeitig entlassen." Bei 54 Überprüften habe es kein eindeutiges Ergebnis in die eine oder andere Richtung gegeben, bevor ihre normale Dienstzeit endete.

Von der Leyen wies darauf hin, dass die Bundeswehr eine enorme Fluktuation habe. "Wir haben 185 000 Soldaten. Jedes Jahr kommen und gehen auf normalem Weg jeweils 25.000 Menschen. Es gibt kein Indiz dafür, dass wir in der Bundeswehr ein überproportionales Extremismus-Problem haben, werden aber wachsam bleiben und unsere Gegenmaßnahmen permanent überprüfen und anpassen."

Vor kurzem hatte der Militärische Abschirmdienst (MAD) davor gewarnt, dass sich Islamisten bei der Bundeswehr an Waffen ausbilden lassen. MAD-Präsident Christof Gramm sagte der Zeitung "Die Welt", man habe bereits mehr als 20 ehemalige Bundeswehrsoldaten identifiziert, die nachweislich ins Kampfgebiet nach Syrien und in den Irak gereist seien. Aktive Soldaten hätten dies allerdings nicht getan.

(dpa)
 
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