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Ursula von der Leyen vergrößert Bundeswehr
7000 zusätzliche Soldaten sollen eingestellt werden

Ursula von der Leyen: Die Bundeswehr soll größer werden
Ursula von der Leyen ist seit Ende 2013 Bundesministerin der Verteidigung. FOTO: dpa, frg hpl cul tba
Berlin. 25 Jahre ist die Bundeswehr kontinuierlich geschrumpft. Jetzt soll die Truppenstärke wieder aufgestockt werden. Verteidigungsministerin von der Leyen reagiert damit auf die veränderte Bedrohungslage.

Ursula von der Leyen hat am Dienstag ein Personalkonzept vorgestellt, nach dem die Bundeswehr erstmals seit 25 Jahren wieder um mehrere tausend Soldaten wachsen soll.

Das Verteidigungsministerium erklärte am Dienstag, dass es in den nächsten sieben Jahren einen zusätzlichen Personalbedarf von 14.300 Soldaten und 4400 Zivilisten gebe. Zunächst sollen aber nur 7000 Soldatenstellen neu geschaffen werden. Weitere Personallücken sollen durch interne Umstrukturierungen geschlossen werden.

Der Bundeswehrverband hat die Personalreform von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als richtige und mutige Entscheidung begrüßt. "Diese Trendwende heißt nicht nur so, sie stellt tatsächlich eine 180-Grad-Wende in der Personalpolitik dar", sagte Verbandschef André Wüstner.

Kritik an zu Guttenberg und de Maizière

Wüstner kritisierte gleichzeitig die Bundeswehrreform, die von der Leyens Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Thomas de Maizière (CDU) auf den Weg gebracht haben. Diese sah massive Personal- und Rüstungskürzungen vor.

"Bedauerlich ist nur, dass jetzt viel Geld in die Hand genommen werden muss, um all jene Fachkräfte wieder für die Bundeswehr zu werben, die in den vergangenen Jahren aus Spargründen aus der Bundeswehr gedrückt worden sind", sagte der Bundeswehrverbandschef.

Vor der Wiedervereinigung gab es 600.000 Soldaten

Seit der Wiedervereinigung ist die Bundeswehr von damals fast 600.000 Soldaten auf heute 177.000 geschrumpft. Von der Leyen will nun flexibel auf neue Anforderungen reagieren können. Neben 16 Auslandseinsätzen wird die Truppe derzeit beispielsweise auch zur Flüchtlingshilfe und verstärkt zur Abschreckung gegen Russland im östlichen Nato-Gebiet eingesetzt.

Die starre Obergrenze für die Truppenstärke von 185.000 Soldaten soll fallen. Von der Leyen hat im Kabinett bereits eine deutliche Aufstockung des Wehretats durchgesetzt. Bis 2020 soll er von derzeit 34,3 auf 39,2 Milliarden Euro wachsen. Das letzte Wort hat allerdings der Bundestag.

(tak/dpa)
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