Computer-Festplatte wird ausgewertet: Verdacht der Kinderpornografie: Bremer Abgeordneter legt Mandat nieder
zuletzt aktualisiert: 10.10.2003 - 09:09Bremen (rpo). Die Staatsanwaltschaft hat wegen "Verbreitung pornografischer Schriften" die Wohnung des Bremer SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Michael Engelmann durchsucht und dabei Beweisstücke sichergestellt.
Jetzt hat Engelmann sein Mandat niedergelegt. Das sagte ein Fraktionssprecher am Donnerstagabend nach einem Gespräch des Fraktionsvorstands mit Engelmann.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde in dessen Wohnung eine Computer-Festplatte sicher gestellt. Sie werde ausgewertet. Engelmann trat zugleich als Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) zurück.
Die Bremer SPD-Bürgerschaftsfraktion hat am Donnerstagabend bestätigt, dass sich die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen ihrer Abgeordneten richten. Ein Sprecher äußerte sich "bestürzt" über die "ausgesprochen schwer wiegende Beschuldigung".
Die Fraktion erwarte von ihm, dass er aktiv bei der möglichst schnellen und umfassenden Aufklärung der Vorwürfe mithelfe.
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