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Energiepreise sind hohe Belastung: Verdi will mehr Hartz IV für arme Stromkunden

VON EVA QUADBECK - zuletzt aktualisiert: 28.08.2012 - 07:27

Berlin (RP). Vor dem Spitzentreffen im Bundeskanzleramt zur Energiewende am Dienstag in Berlin haben Gewerkschaften und Sozialverbänden eine gerechte Lastenverteilung bei steigenden Strompreisen gefordert.

"Angesichts der höheren Investitionen, die den Unternehmen entstehen, rechnen wir mit einer Erhöhung der Strompreise", sagte Verdi-Gewerkschaftsvorstand Erhard Ott unserer Redaktion.

"Um noch höhere Belastungen für Menschen mit sehr geringen Einkommen zu vermeiden, ist es deshalb notwendig, mindestens eine Erhöhung der Sozialleistungen vorzunehmen", betonte Ott.

Der Chef des Energiekonzerns Vattenfall, Tuomo Hatakka, hatte zuvor erklärt, er rechne mit einem Anstieg des Strompreises für Privatkunden bis 2020 um bis zu 30 Prozent. Während die Unternehmen die Ursache für den Preisanstieg in den hohen Umlagen und Investitionen für erneuerbare Energien sehen, werfen Verbraucherschützer den Stromerzeugern Preistreiberei vor.

Eine gerechtere Lastenverteilung forderte die Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland, Ulrike Mascher. Es dürfe nicht sein, dass bei den Unternehmen großzügige Ausnahmen beim Strompreis gemacht würden, während die Privatkunden alles zahlen müssten. "Wir müssen über Sozial- und Familientarife beim Strom nachdenken, die sich nach Einkommen und Größe der Haushalte richten."

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) warnte mit Blick auf die unterschiedlichen Prognosen, was die Strompreisentwicklung betrifft, vor einer Verunsicherung der Verbraucher. "Die Kostenentwicklung hängt sehr stark davon ab, wie wir die Energiewende organisieren", sagte der CDU-Politiker.

Quelle: RP/jre/das
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