kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Kundus-Bombardement: Verfahren gegen Oberst Klein eingestellt

zuletzt aktualisiert: 19.04.2010 - 19:35

Karlsruhe (RPO). Das Ermittlungsverfahren gegen den Bundeswehr-Oberst Georg Klein im Zusammenhang mit dem tödlichen Kundus-Bombardement ist eingestellt. Weder die Vorschriften des Völkerstrafgesetzbuches noch die Bestimmungen des Strafgesetzbuches seien erfüllt, teilte die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mit.

Ist in den Augen seiner Vorgesetzten entlastet: Oberst Georg Klein.  Foto: AP, AP
Ist in den Augen seiner Vorgesetzten entlastet: Oberst Georg Klein. Foto: AP, AP

Zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan will Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag eine Regierungserklärung abgeben. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg begrüßte die Einstellung des Ermittlungsverfahrens. Die Nachricht sei eine sehr gute, nicht nur für die direkt betroffenen Soldaten, erklärte der CSU-Politiker. Auch für die Soldaten im Einsatz schaffe diese Entscheidung größtmögliche Rechtssicherheit.

Auch das Verfahren gegen einen zunächst verdächtigten Hauptfeldwebel wurde eingestellt. Bei dem Luftangriff am 4. September 2009 auf zwei entführte Lastwagen waren auch zahlreiche Zivilpersonen getötet worden.

Weil das militärische Tatsachenmaterial zum überwiegenden Teil eine geheime Verschlusssache sei, könne nur wenig zu den Gründen der Entscheidung mitgeteilt werden, führte die Bundesanwaltschaft aus. Sie betonte, bei den Auseinandersetzungen zwischen den aufständischen Taliban und der afghanischen Regierung sowie der ISAF in Afghanistan handele es sich "um einen nichtinternationalen bewaffneten Konflikt im Sinne des Völkerstrafrechts". Die Soldaten der Bundeswehr seien "im Rahmen des ISAF-Einsatzes reguläre Kombattanten", eine Strafbarkeit scheide daher aus, soweit völkerrechtlich zulässige Kampfhandlungen vorlägen.

Merkel will zur Trauerfeier

Derweil kündigte Kanzleramtsminister Ronald Pofalla im ZDF-Morgenmagazin eine Regierungserklärung der Kanzlerin an. Die Kanzlerin werde "noch einmal bekräftigen und begründen", warum Deutschland mit dem Afghanistan-Mandat "seine Verpflichtungen in einer sehr guten Weise erfüllt", ergänzte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans. Merkel plane auch, an der Trauerfeier für die vergangene Woche Gefallenen teilzunehmen.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg soll ebenfalls am Donnerstag im Kundus-Untersuchungsausschuss zu den Vorfällen nach dem verheerenden Tanklaster-Bombardement von 4. September 2009 Auskunft geben. Tags darauf soll die Trauerfeier für die in der Provinz Baghlan gefallenen vier Soldaten stattfinden.

Quelle: AP/can

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Atomgespräche

Teheran angeblich zu Kehrtwende bereit

Der Iran ist nach den Worten seines Botschafters in Deutschland zu einem Verzicht auf die 20-prozentige Urananreicherung bereit. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Kristina-Schroeder-die-Familienministerin_1_50355.jpg

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Innerhalb der schwarz-gelben Koalition ist die Mehrheit für den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld nicht sicher. Die Unionsfrauen haben bereits angekündigt, dass sie dem Gesetzentwurf in dieser Form nicht zustimmen werden. Sie fordern eine ... mehr

 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

 
Top-Services