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Medienbericht
Verfassungsschutz erhält so viele Terrorhinweise wie noch nie

Verfassungsschutz erhält so viele Terrorhinweise wie noch nie
Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen stellt in der Bundespressekonferenz in Berlin den Verfassungsschutzbericht 2015 vor. FOTO: dpa, rje pzi
Heilbronn. Die Deutschen sind gegenüber möglichen Terrorbedrohungen offenbar sehr wachsam. Der Verfassungsschutz erhält laut einem Medienbericht so viele Hinweise aus der Bevölkerung wie noch nie.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) erhält aus der Bevölkerung so viele Hinweise auf terroristische Bedrohungen wie noch nie. Beim Hinweistelefon islamistischer Terrorismus seien im vergangenen Jahr 500 Mitteilungen von Bürgern eingegangen, berichtet die "Heilbronner Stimme" (Donnerstag). "Wir rechnen mit einer Verdoppelung der Hinweise im Jahr 2016 gegenüber 2015", erklärte eine Behörden-Sprecherin.

Seit 2013 steige die Zahl der aus der Bevölkerung gemeldeten Informationen an, sagte sie. Seit den Terroranschlägen von Paris am 13. November 2015 habe es noch einmal eine klare Zunahme gegeben.
"Die Bevölkerung ist deutlich sensibilisierter als früher", so die BfV-Sprecherin. Die Hotline habe sich auf jeden Fall bewährt.

Es seien vor allem Deutsche, die sich an den Verfassungsschutz wenden. Doch es gebe einen sichtbaren Trend: "Immer mehr Menschen mit arabisch-türkischem Migrationshintergrund melden sich", erklärte die Sprecherin. Alle Hinweise würden vom Amt geprüft. Oftmals würden sich neue Bearbeitungsansätze ergeben. "Die tatsächliche Bandbreite der Mitteilungen ist sehr unterschiedlich und reicht von Verhaltensänderungen einer Person bis zur möglichen Planung eines Anschlages, was aber bisher eher die Ausnahme war", sagte die BfV-Sprecherin weiter.

(KNA)
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