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Große regionale Unterschiede
Viele Flüchtlingsunterkünfte stehen halbleer

Top 10: In diesen NRW-Städten sind Flüchtlinge untergebracht
Top 10: In diesen NRW-Städten sind Flüchtlinge untergebracht
Berlin. Viele Notunterkünfte und Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge sind nach einem Medienbericht inzwischen halb leer – vor allem in den neuen Bundesländern. Grund sind die stark zurückgehenden Flüchtlingszahlen.

Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine eigene Umfrage in den Ländern berichtet, ist die Belegungsquote in Thüringen mit nur noch 18,6 Prozent am geringsten, gefolgt von Sachsen mit 20 Prozent. In Brandenburg seien die Einrichtungen zu etwa 44 Prozent belegt. Mecklenburg-Vorpommern wollte keine Angaben machen.

Zahlreiche Sporthallen, in denen zeitweise Flüchtlinge untergebracht waren, seien bereits wieder für den normalen Sportbetrieb freigegeben worden. So sind etwa in Hessen bereits alle 23 vorübergehend als Massenunterkunft genutzten Hallen wieder für den Sport freigegeben.

"Der tägliche Zustrom von Asylbewerbern ist in den letzten Wochen deutlich gesunken", zitiert die Zeitung das niedersächsische Ministerium für Inneres. Ähnliches sei aus vielen anderen Länderministerien zu hören. Angespannt sei die Lage dagegen weiterhin vor allem in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In NRW liege die aktuelle Auslastung bei 39,3 Prozent.

Landkreisen und Kommunen mangelt es an geeignetem Wohnraum

Eine große Herausforderung bleibt allerdings nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Robert Bosch Stiftung die Unterbringung anerkannter Flüchtlinge in Wohnungen. Etwa 75 Prozent der Landkreise und Kommunen mangele es an geeignetem Wohnraum, teilte die Bosch Stiftung am Samstag in Stuttgart mit. Besondere Probleme gebe es in Großstädten. Dagegen gelinge es in ländlichen Regionen häufiger, Flüchtlinge dezentral und auch Flüchtlingsfamilien familiengerecht unterzubringen.

Die Bosch Stiftung befragte für ihre Analyse 349 kommunale Verantwortungsträger. Rund 50 Prozent von ihnen bedauerten demnach, aufgrund des aktuellen Arbeitsaufkommens zu wenig Zeit für die Entwicklung von mittel- und langfristigen Strukturen zu haben.

86 Prozent stuften wegen der angespannten Personallage die ehrenamtliche Unterstützung vor Ort als sehr wichtig ein. 80 Prozent sahen gute Chancen für die Integration der Flüchtlinge in ihren Kommunen, 60 Prozent prognostizierten auch gute oder sehr gute Aussichten für deren Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

(das/AFP)
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