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Nach den Landtagswahlen
Vielen Dank, AfD

Das sind die führenden Köpfe der AfD
Das sind die führenden Köpfe der AfD FOTO: dpa, mb pil rho
Meinung | Düsseldorf. Am Sonntag haben 1,3 Millionen Menschen die Alternative für Deutschland gewählt. Statt die Diskussion mit der AfD zu verweigern, sollten die großen Parteien reflektieren, wie es dazu kommen konnte. Dann wäre der AfD-Erfolg ein Weckruf. Von Michael Bröcker

Zum Teil haben die AfD gewählt, weil sie fremde Menschen aus fremden Kulturen schlicht nicht in diesem Land haben wollen. Diesen Menschen geht es nicht um integrationspolitische Konzepte. Sie sind rassistisch. Sie sind unbelehrbar. Sie sollten in diesem Land auf massiven Widerstand stoßen.

Zu einem größeren Teil lässt sich die Motivation der AfD-Wähler aber mit ihrer diffusen Wut, ihrer Unzufriedenheit über die politische Führung und ihren Ängsten erklären. Sie fühlen sich übergangen. Sie sorgen sich um die Zukunft. Protestwähler.

Man kann darauf mit Beschimpfungen und Überheblichkeit bis hin zur Diskussionsverweigerung reagieren, wie es die Vertreter der großen Parteien bisher tun. Oder man befasst sich eine Sekunde mit dem Unmut, reflektiert und überlegt, wie es dazu kommen konnte.

Der AfD-Erfolg wäre dann ein Weckruf. Die Politik würde mit Leidenschaft, Optimismus und klugen Konzepten für Zuwanderung antworten. Sie würde die Chancen eines vereinten Europas in der Weltwirtschaft erklären und eigene Fehler einfach mal einräumen. Dann hätte diese Wahl etwas Gutes gebracht. Man würde sogar sagen: Vielen Dank, AfD.

Quelle: RP
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