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Strafanzeige des Steuerzahlerbundes: Villen-Verkauf an Peters wird strafrechtlich geprüft

zuletzt aktualisiert: 20.10.2003 - 14:48

Hannover (rpo). Nach Informationen des "Focus" haben IG-Metall-Chef Jürgen Peters und Ex-Ostbezirksleiter Hasso Düvel ihre Hannoveraner Villen nur mit massiver Hilfe der von der SPD beherrschten Wohnungsbausgesellschaft kaufen können. Nun interessiert sich auch die Staatsanwaltschaft Hannover für den Fall.

Die Staatsanwaltschaft Hannover untersucht den umstrittenen Verkauf von zwei Villen an eine Bietergemeinschaft um den IG-Metall-Vorsitzenden Jürgen Peters. Auf Grund einer Strafanzeige des Steuerzahlerbundes prüfe man, ob ein Anfangsverdacht wegen Untreue gegen die für den Verkauf verantwortlichen Mitarbeiter der hannoverschen Immobiliengesellschaft GBH bestehe, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Thomas Klinge, am Montag in Hannover. Vom Ergebnis der Prüfung hänge ab, ob ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen bei der städtischen Gesellschaft eingeleitet werde.

Der niedersächsische Steuerzahlerbund bat die Staatsanwaltschaft in einem Brief um die strafrechtliche Überprüfung des Verkaufs der beiden in einer großen öffentlichen Grünanlage gelegenen Häuser. In dem Bieterverfahren, in dem die achtköpfige Gruppe um Peters für 690.000 Euro den Zuschlag erhielt, seien möglicherweise zwei andere Interessenten "systematisch ausgebootet" worden, hieß es in den Schreiben. Einem Architekten, der zunächst das höchste Gebot abgegeben habe, sei anders als der Gruppe um Peters keine Möglichkeit zur Erhöhung des Gebots gegeben worden. Mit dem Übergehen des Mitbieters könnten die Verantwortlichen einen Vermögensschaden bei der städtischen Gesellschaft verursacht und den Tatbestand der Untreue erfüllt haben.


 
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