| 12.59 Uhr

Truppentransporter
Leyen: Bundeswehr offen für Hilfe bei Abschiebungen

Von der Leyen: Bundeswehr offen für Hilfe bei Abschiebungen
FOTO: dpa, wk pzi tba
Berlin. Der Einsatz von Bundeswehr-Transall-Maschinen bei Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern ist wohl wenig sinnvoll. Aber Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist grundsätzlich offen für den Einsatz von Bundeswehr-Flugzeugen.

"Selbstverständlich ist eine Nutzung der Transall nicht ausgeschlossen", sagte von der Leyen am Mittwoch in Berlin. "Aber für den Fall, dass alle zivilen Transportkapazitäten ausgeschöpft sind und die prioritären Einsätze der Bundeswehr nicht leiden, käme für diesen Zweck eher ein Truppentransporter infrage."

Die Bundesregierung arbeitet an einem Maßnahmenpaket, um die Zahl der Abschiebungen in Deutschland zu erhöhen. Das Kabinett beriet am Mittwoch über zahlreiche Schritte, allerdings ohne bereits zu Beschlüssen zu kommen. Unter anderem gibt es Überlegungen, Transall-Flugzeuge der Bundeswehr für Abschiebungen einzusetzen.

Die Transall ist kein Passagierflugzeug, sondern eine Transportmaschine mit einer großen Ladefläche. Damit können nur etwa 50 bis 60 Personen befördert werden. Die Bundeswehr hat auch zwei Truppentransporter des Modells A310, die wie ein Passagierflugzeug ausgestattet sind und jeweils 200 Personen befördern können.

Liebe Leserinnen und Leser,
Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.

(felt/dpa)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.