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Millardeninvestitionen: Von der Leyen fordert mehr Krippenplätze

zuletzt aktualisiert: 09.02.2007 - 08:43

München (RPO). Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat einen massiven Ausbau von Kinderkrippen gefordert. In den nächsten sechs Jahren sollten 500.000 zusätzliche Betreuungsplätze eingerichtet werden, sagte sie in einem Zeitungsinterview. Dies hätte Kosten von jährlich rund drei Milliarden Euro zur Folge.

"Bis spätestens 2013 muss es zusätzlich 500.000 Betreuungsplätze geben, in Krippen und bei Tagesmüttern", forderte sie in der "Süddeutschen Zeitung". Damit hätten dann 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren ein Angebot. Die Kosten beliefen sich auf jährlich rund drei Milliarden Euro zusätzlich, sagte von der Leyen. Sie wolle erreichen, dass in der Bundesrepublik in wenigen Jahren etwa 750.000 Kleinkinder in Krippen und von Tagesmüttern betreut werden. Derzeit sind es rund 250.000.

Das benötigte Geld sollten Bund, Länder und Kommunen gemeinsam aufbringen, sagte die Ministerin weiter. Dass dem Bund direkte Zahlungen an die Kommunen untersagt sind, sehe sie nicht als grundsätzliches Hindernis: "Wenn dafür das Grundgesetz geändert werden müsste, sollte es daran nicht scheitern", sagte sie der Zeitung. Es gehe darum, sämtlichen Kindern früh den Zugang zu Bildung und Erziehung zu ermöglichen: "Wir wissen, dass jedes dritte Kind einen Migrationshintergrund hat. Und am Anfang der Bildungskarrieren entscheidet sich, ob auch diese Kinder in den nächsten Jahrzehnten in der Lage sind, unser Land wettbewerbsfähig zu halten."

"Wir müssen uns enorm anstrengen, um von einem der hintersten Ränge in Europa zumindest zu einem Platz über dem Durchschnitt zu kommen", sagte von der Leyen. Würden 35 Prozent der Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr betreut, läge die Bundesrepublik in der Spitzengruppe Europas, gleichauf mit Staaten wie den Niederlanden, jedoch weiterhin knapp hinter den skandinavischen Ländern und Frankreich.

Quelle: afp

 
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