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Streit um "Hartz-IV"-Sätze für Kinder
Von der Leyen gegen höhere Geldleistungen

Porträt: Von der Leyen - Ministerin mit Ambitionen
Porträt: Von der Leyen - Ministerin mit Ambitionen FOTO: dpa, Hannibal Hanschke
Passau (RPO). In der Debatte um höhere "Hartz IV"-Sätze für Kinder plädiert Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für konkrete Hilfe statt Bargeld. "Ich bin gegen eine Erhöhung der Geldleistungen, also dass einfach mehr Geld an die Familien überwiesen wird", sagte die Ministerin einem Zeitungsbericht zufolge.

Höhere Geldleistungen verhinderten nicht, dass das Kind immer noch zur Tafel gehe oder auf dem Bahnhofsvorplatz herumlungere. "Ich will konkrete Hilfe vor Ort", so von der Leyen gegenüber der "Passauer Neuen Presse".

Von der Leyen sagte, sie wolle ein "Netzwerk für Hilfe" organisieren, zu dem Maßnahmen wie Musik- Sport- oder Förderunterricht, Mitmachen in Ganztagsschulen oder ein warmes Mittagessen gehörten. Schulen, Kitas, Jobcenter und Kommunen müssten zusammenwirken, damit optimale Bildungszugänge für Kinder geschaffen würden. Sie suche eine "Lösung ohne Stigmatisierung".

Kinder aus armen Familien müssten selbstverständlich Angebote wahrnehmen können, die Kinder aus besser gestellten Familien auch nutzten. Im Vordergrund stehe nicht mehr Geld, sondern dass sich für die Kinder etwas ändere. Dazu sei klar, dass der Bund mehr Geld einplanen müsse. "Der Zugang zur Bildung ist für diese Kinder die Schlüsselfrage, deswegen muss neu gerechnet werden", sagte von der Leyen.

(DDP/jre)
 
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