Bundesarbeitsministerin: Von der Leyen verteidigt Rente mit 67
zuletzt aktualisiert: 11.04.2010 - 11:43Hamburg (RPO). Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Rente mit 67 verteidigt und an die Deutschen appelliert, sich auf einen fundamentalen Wandel der Arbeitswelt einzustellen. Zudem fordert sie von der SPD weiterhin Zustimmung zu diesem Konzept.
Von der Leyen sagte der Online-Ausgabe des "Hamburger Abendblatts": "2029 wird das erste Jahr sein, in dem bis 67 gearbeitet werden soll. Die Jahre bis dahin sollten wir nutzen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Und das heißt, Antworten auf die Frage zu finden: Wie organisieren wir gute Arbeit bis 67, die die Menschen nicht überfordert und die lange zweite Lebenshälfte mit Leben füllt." Denn: "Wir wissen, dass wir nicht immer im gleichen Job bleiben."
Von der Leyen mahnte die SPD, die die Rente mit 67 mit beschlossen hat, aber intern zunehmend von dem Konzept abrückt, standhaft zu bleiben: "Ich vernehme bei der SPD viele verantwortungsbewusste Stimmen, gerade in den Spitzen von Partei und Fraktion, die genau wissen, dass es hier auch um eine Frage die Glaubwürdigkeit geht."
Die Wirtschaft lerne zunehmend, dass sie von der Erfahrung älterer Arbeitnehmer profitiere: "Ein Dachdecker muss aber heute schon nicht bis 60 auf dem Dach stehen. Er kann mit seiner Berufserfahrung genauso gut im Vertrieb oder in der Beratung arbeiten." Von der Leyen warnte die Deutschen davor, sich auf das Renteneintrittsalter zu fixieren: "Wenn wir nur darüber reden, wann Menschen in Rente gehen, wird nur ein düsteres Bild gezeichnet. Das ist eine Frage der inneren Haltung eines Landes. Wenn man den Alten nichts mehr zutraut, trauen die sich auch selber nichts zu."
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