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Kinderkomponente geplant: Von der Leyen will Familien mit Kindern besser stellen

zuletzt aktualisiert: 12.01.2007 - 08:12

Mannheim (RPO).  Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Familien mit Kindern steuerlich besser stellen. Ihr Ministerium plant, das Ehegattensplitting um eine so genannte Kinderkomponente erweitern. Derzeit werden entsprechende Modell durchgerechnet. 

Ihr Ministerium rechnet bereits Modelle durch: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU).  Foto: ddp, ddp
Ihr Ministerium rechnet bereits Modelle durch: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Foto: ddp, ddp

20 Prozent der Gelder aus dem Ehegattensplitting gingen an Paare ohne Kinder, sagte von der Leyen dem "Mannheimer Morgen". Zugleich wachse jedes vierte Kind nicht in einer Ehe auf. Vergangenen Sommer hatte die CDU heftig über ein solches Familiensplitting als Fortentwicklung des Ehegattensplittings debattiert. Die Diskussion wurde allerdings wegen Widerstands in den eigenen Reihen und aus der SPD auf die nächste Legislaturperiode verschoben.

Von der Leyen sprach sich zudem dafür aus, mehr Geld in den Ausbau der Kinderbetreuung zu stecken. In den nächsten Jahren werde Geld freigesetzt, weil es weniger Vorschulkinder, Schüler und Studenten gebe. Allein 2008 kämen aus den Etats für Schulen und Hochschulen vier Milliarden Euro zusammen. "Wir dürfen das Geld nicht aus dem Bildungswesen abziehen", forderte die Ministerin.

Den SPD-Vorschlag, auf eine weitere Kindergelderhöhung zu verzichten, um mit dem Geld Kindergärten auszubauen, lehnte von der Leyen ab: "Familien mit Nachwuchs dürfen die frühkindliche Bildung nicht allein finanzieren." Von einer höheren Geburtenrate profitierten auch Menschen ohne Kinder. "Alle müssen deshalb zur Finanzierung von Bildung beitragen", wird die CDU-Politikerin zitiert.

Quelle: ap

 
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