kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Trotz Krise: Von der Leyen will Familien weiter fördern

zuletzt aktualisiert: 13.08.2009 - 09:48

Berlin (RPO). Ungeachtet der Wirtschaftskrise und knapper Kassen soll es bei der Familienförderung nach den Worten von Ministerin Ursula von der Leyen auch in einer Koalition aus Union und FDP keine Abstriche geben. Mit dem Elterngeld und dem Ausbau der Kinderbetreuung seien Meilensteine gesetzt worden, die nun weiter ausgebaut werden müssten.

Ursula von der Leyen besteht auf ihrem Geburtenboom. Foto: AP, AP

Das sagte die CDU-Politikerin in einem am Donnerstag veröffentlichten Reuters-Interview. Sie werde dafür sorgen, dass die Familienpolitik auch in einer Koalition von Union und FDP "ganz oben auf der Prioritätenliste" stehe. Es gebe in Deutschland noch "enormen Nachholbedarf". Familienpolitik werde mehr und mehr zu einem Standortfaktor für die Unternehmen.

Von der Leyen betonte, sie wolle das Elterngeld weiterentwickeln und die Vätermonate ausbauen. Ein Riesenthema der nächsten Jahre sei auch die frühkindliche Bildung. Zudem gehe es ihr darum, mehr Spielräume für Familien zu schaffen, damit Beruf und Familie besser vereinbar würden.

Die Ministerin sprach sich für eine Familienkomponente im Steuerrecht aus. Hierzu gehöre die von CDU und CSU geplante Anhebung des Kinderfreibetrags auf 8004 Euro. "Wer Kinder erzieht, muss mehr vom selbstverdienten Einkommen behalten dürfen, als jemand, der keine Kinder erzieht." Sobald der Spielraum für die von der Union versprochenen Steuersenkungen da sei, müsse klar sein, was am wichtigsten sei. "Und da sage ich als Familienministerin ganz deutlich: Kinder zuerst. Es geht um Prioritäten."

"Familienpolitik wird immer mehr Wirtschaftspolitik"

Die Familienpolitik wird nach Einschätzung der Ministerin endlich zunehmend als Teil der Wirtschaftspolitik gesehen. Nur so lasse sich der Fachkräftemangel beseitigen. Gut ausgebildete junge Menschen dürften nicht länger vor die Wahl gestellt werden, entweder auf Kinder zu verzichten oder ihren Beruf aufzugeben oder gar wegziehen zu müssen. "Aus der Krise heraus kommen wir nur, wenn wir Schlüsselindustrien und Schlüsselwissen in unserem Land halten", sagte die CDU-Politikerin.

Familienfreundliche Politik sei nicht zuletzt ein Standortfaktor. Etliche Kommunen, die die Familienpolitik vernachlässigt hätten, hätten die Erfahrung gemacht: "Erst ziehen die Familien weg, dann zieht die Wirtschaft weg." Auch die Firmen selbst profitierten im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter von familienfreundlichen Betriebsstrukturen.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Erfahrungen der Unternehmen mit dem Elterngeld seien mehrheitlich positiv. "Das heißt nicht, dass die gesamte Wirtschaft schon umgeschaltet hätte." Aber viele Unternehmen seien schon sehr innovativ, Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern, etwa durch mehr Kinderbetreuung.

Von der Leyen zeigte sich trotz der stagnierenden Geburtenrate zufrieden. Seit Beginn der Legislaturperiode habe die Zahl der Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren um mehr als eine halbe Million abgenommen. Trotzdem seien die Geburtenzahlen weitgehend stabil. "Der Abwärtstrend ist damit gestoppt."

Wichtig sei, dass sich die Prioritäten in der Gesellschaft bereits verschoben hätten. Von der Leyen hatte das Elterngeld stets mit dem Ziel einer höheren Geburtenrate verknüpft. Dass diese - abgesehen von einem minimalen Anstieg im Jahr 2007 - stagniert, hatte ihr zuletzt Kritik eingebracht.

Quelle: RTR/csr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Sauerland muss um sein Amt zittern

Tag der Entscheidung in Duisburg

Sauerland muss um sein Amt zittern

Am Sonntag haben Duisburgs Bürger das Wort: Morgen wird sich entscheiden, ob Sauerland sein Büro vorzeitig räumen muss. mehr 

Mexiko setzt auf Frauen in Führungspositionen

Cervantes wird oberste Polizeichefin

Die mexikanische Regierung setzt in ihrem Kampf gegen die organisierte Kriminalität verstärkt auf Frauen in Führungsposition. Präsident Feli ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Tag der Entscheidung in Duisburg

Sauerland muss um sein Amt zittern

Mexiko setzt auf Frauen in Führungspositionen

Cervantes wird oberste Polizeichefin

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

Bewegung für Sunniten, Schiiten und Kurden

Säkulare Partei im Irak gegründet

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Schahidi: "Mit diesem Sieg hat Borussia ein Ausrufezeichen gesetzt!"

Nach zwei eher bescheidenen Spielen (Wolfsburg und Hertha) lässt es Borussia im eigenen Stadion wieder richtig krachen. Nach 110 ... mehr 

Wulff intervenierte auch bei Springer-Chef Doepfner wegen Artikel

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

Der Bundespräsident wird bei den Büttenrednern in diesem Jahr zum Pointengeber. In den Karnevalshochburgen ziert er die Wagen der Rosenmontagszüge. Auf den Sitzungen widmen ihm die Jecken lange Passagen ihrer Programme. Von Sybille Möckl  mehr

 

Bundesverkehrsminister Ramsauer:

"Es wird keinen Freibrief für Raser geben"

 

Gesundheitsminister Bahr im Interview

Rückzahlung für Millionen Versicherte ?

 

Stunde der Entscheidung

Sauerland kämpft um sein Amt

 
 

Daniel Bahr im Interview

Kassen sollen Überschüsse auszahlen

Top-Services