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Wählergunst
SPD sackt weiter ab - Union wieder im Aufwind

EU-Politik: Rechtspopulisten profitieren von Flüchtlingskrise
EU-Politik: Rechtspopulisten profitieren von Flüchtlingskrise FOTO: dpa, wk cul
Mainz. Leichter Aufwärtstrend für Union und FDP, Verluste für SPD und Linke: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnten CDU/CSU die Einbußen im März wett machen und wieder auf 36 Prozent (plus eins) zulegen.

Nach dem aktuellen ZDF-"Politbarometer" vom Freitag käme die FDP auf sieben Prozent (plus eins), das wäre ihr höchster Wert seit sechs Jahren. Die SPD würde hingegen weiter auf 22 Prozent (minus eins) absacken. Das wäre ihr schlechtester Wert im "Politbarometer" seit Oktober 2009. Auch die Linke verliert demnach erneut an Zustimmung und käme nur auf sieben Prozent (minus eins). Die Grünen und die rechtspopulistische AfD blieben unverändert bei jeweils zwölf Prozent.

Der am Donnerstag veröffentlichte ARD-"Deutschlandtrend" hatte die AfD sogar bei 14 Prozent gesehen und damit auf einem Rekordhoch in der Umfrage.

Die Landtagswahlen vom März haben auch die Liste der wichtigsten Politiker etwas durcheinander gewirbelt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der seiner Partei einen grandiosen Wahlsieg beschert hatte, kommt laut "Politbarometer" aus dem Stand mit einem sehr guten Durchschnittswert von 2,4 auf der Skala von +5 bis -5 auf Platz eins. Er verdrängt damit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf den zweiten Platz.

Auf Platz drei kommt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, gefolgt von Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU). Dahinter kommt die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD), die ebenfalls neu auf der Liste ist, gefolgt von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Auf den weiteren Plätzen stehen der frühere Linken-Fraktionschef Gregor Gysi, Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel. Neues Schlusslicht ist CSU-Chef Horst Seehofer.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das "Politbarometer" von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche rund 1260 Wahlberechtigte.

(felt/AFP)
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