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Debatte um Migration
Waffeneinsatz gegen Flüchtlinge: NRW-AfD steht nicht allein

Waffeneinsatz gegen Flüchtlinge an Grenzen: NRW-AfD steht nicht allein
Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland unterstützt seinen Parteikollegen Marcus Pretzell in seinem radikalen Vorschlag. (Archivbild) FOTO: dpa, ess fdt
Berlin. Die AfD-Debatte um einen Waffeneinsatz an den Grenzen zur Abwehr von Flüchtlingen gewinnt an Fahrt. Vizevorsitzender Alexander Gauland schloss sich den Forderungen des NRW-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell an. Von Gregor Mayntz

"Ich sehe das ganz genauso", sagte Gauland unserer Redaktion. "Unsere Grenzen müssen effizient gesichert werden", hob der Brandenburger AfD-Vorsitzende hervor. Alles andere mache "keinen Sinn".

Zuvor hatte Pretzell erneut die Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge als "Ultima Ratio" bezeichnet und damit Ausführungen von einem Auftritt in Leverkusen wiederholt. Slowenien und Österreich ließen Zehntausende Menschen unregistriert ins Land hinein. "Man kann das verhindern. Wenn man den ersten Schuss in die Luft abgibt, wird deutlich, dass wir entschlossen sind", erklärte Pretzell. Weil die Menschen jedoch "vernunftbegabt" seien, glaube er nicht, dass man anfangen müsse zu schießen.

Nach seiner Überzeugung ist "die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio eine Selbstverständlichkeit". Es gebe aber auch eine Reihe von anderen Möglichkeiten, etwa Polizeipräsenz, Wasserwerfer oder Tränengas.

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(may-/lsa)