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Jugendforscher Hurrelmann: Wahlrecht für 16-Jährige gefordert

zuletzt aktualisiert: 24.05.2011 - 10:00

Hannover (RPO). Nach den Bürgerschaftswahlen in Bremen hat der renommierte Jugendforscher Klaus Hurrelmann gefordert, das Wahlrecht für 16-Jährige auch bundesweit einzuführen. Die Entwicklung der Jugendlichen habe sich beschleunigt, begründete der Experte seinen Vorstoß.

Der Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann hat ein bundesweites Wahlrecht für Jugendliche ab 16 Jahren gefordert.  Foto: ddp
Der Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann hat ein bundesweites Wahlrecht für Jugendliche ab 16 Jahren gefordert. Foto: ddp

"In einer Demokratie muss immer wieder kritisch hinterfragt werden, mit welchem Recht wir Teile der Bevölkerung von einer Wahl ausschließen", sagte Hurrelmann der Hannoverschen "Neuen Presse" vom Dienstag.

Die Entwicklung der Jugendlichen habe sich beschleunigt, man habe viel Verantwortung für seine Bildungslaufbahn, für das persönliche Leben, auch oft schon weitgehend für finanzielle Belange. "Das spricht dafür, das Wahlalter herunterzusetzen", sagte der Wissenschaftler.

Bei der Wahl am vergangenen Sonntag in Bremen hatten erstmals die ab 16-Jährigen auf Landesebene mitentscheiden dürfen. Beim Wählen gehe es um "ein Bürgerrecht, ein Menschenrecht", sagte dazu Hurrelmann, der an der Berliner Hertie School for Governance lehrt. "Die soziale und moralische Reife zu besitzen, zu bewerten, was mit der eigenen Stimme passiert, ist sicher auch bei 16-Jährigen gegeben." Das gelte auch für Bundestagswahlen.

Quelle: AFP/jre

 
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