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Wahl-Umfrage
SPD und AfD legen zu, Union verliert

Wahlumfrage zur Bundestagswahl : SPD und AfD legen zu, Union verliert
Die Deutschen wünschen sich klare Worte von Kanzlerin Merkel gegenüber dem türkischen Präsidenten Erdogan. FOTO: dpa, mkx fpt
Hamburg. Würde jetzt der Bundestag neu gewählt, käme die Union aus CDU und CSU auf 33 Prozent, 8,5 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2013. SPD und AfD können hingegen zulegen.

Die SPD gewinnt laut "Stern"-RTL-Wahltrend einen Punkt hinzu und kommt auf nun 20 Prozent, die Grünen können ihre 14 Prozent halten, die Linke bleibt bei neun Prozent. Um einen Punkt verbessert sich die AfD, die mit 12 Prozent ihren bislang höchsten Wert in diesem Jahr erreicht.

Die FDP dagegen verliert einen Punkt, wäre aber mit sechs Prozent immer noch im Bundestag vertreten. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen sechs Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen steigt um einen weiteren Punkt auf 30 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz muss Angela Merkel im Vergleich zur Vorwoche zwei weitere Prozentpunkte abgeben, während Sigmar Gabriels Wert unverändert bleibt. Mit 44 Prozent liegt Merkel aktuell noch 29 Punkte vor Gabriel, den sich 15 Prozent als Kanzler wünschen.

Deutliche Worte gegenüber Erdogan gefordert

In einer weiteren Umfrage ermittelte das Forsa-Instituts im Auftrag des "Stern", wie die Bundesbürger die Belastbarkeit der deutsch-türkischen Beziehungen einschätzen.

Eine breite Mehrheit von 77 Prozent spricht sich dafür aus, dass Kanzlerin Merkel gegenüber Präsident Erdogan deutliche Worte für die Verletzung von Menschenrechten und Meinungsfreiheit findet - egal, ob dadurch der Flüchtlingspakt der Europäischen Union mit der Türkei gefährdet wird oder nicht. Lediglich 16 Prozent finden, dass sie alles dafür tun müsse, damit das Abkommen auch weiterhin Bestand hat.

Falls der von Merkel maßgeblich vorangetriebene Pakt scheitern sollte und es wieder zu einem verstärkten Zustrom von Flüchtlingen kommt, müsse die Regierungschefin eben nach anderen Lösungen suchen, sagen 79 Prozent.

Ihren Rücktritt erwarten dann zehn Prozent der Befragten - darunter vor allem die Anhänger der AfD (47 Prozent) und der CSU (19 Prozent), nicht aber die der anderen Parteien (drei Prozent). Dass sie in diesem Fall nicht mehr zur Bundestagswahl 2017 antreten sollte, meinen acht Prozent.

(ots)
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