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Chef der Linken: Was hat Lafontaine im Saarland vor?

zuletzt aktualisiert: 21.10.2009 - 11:50

Düsseldorf (RPO). Geht er bald schon wieder oder bleibt er doch? Die deutsche Politik rätselt über die Zukunft von Oscar Lafontaine. Der Chef der Linkspartei hatte vor zwei Wochen seinen Rückzug aus Berlin angekündigt und wollte sich wieder mehr im Saarland einbringen. Die Pläne des 67-Jährigen sehen nun offenbar wieder anders aus.

Nach einem Bericht der "tageszeitung" will Lafontaine doch nicht in die saarländische Landespolitik zurückkehren. Er wolle nicht Fraktionschef seiner Partei im Saarland bleiben und werde wohl auch sein Landtagsmandat bald niederlegen, berichtete das Blatt am Mittwoch unter Berufung auf die Linken-Fraktion.

Die Saar-Linken wiesen die Spekulationen über einen angeblich geplanten vorzeitigen Rückzug Lafontaines aus dem neu gewählten Saarbrücker Landtag zurück. Lafontaine sei als Fraktionschef gewählt worden und das sei "gut so", sagte Landesparteisprecherin Birgit Huonker am Mittwoch. "Alles andere ist reine Spekulation", ergänzte sie.

Lafontaine war Anfang September zum Fraktionschef der Linken im saarländischen Landtag gewählt worden. Dabei hatte er angekündigt, dieses Amt zumindest bis zur Bildung einer neuen Landesregierung wahrzunehmen.

Nach der Entscheidung der Saar-Grünen für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP zur Bildung einer "Jamaika"-Koalition hatte Lafontaine dann offen gelassen, ob er das Amt des Fraktionschefs beibehalten wolle. Er werde dies "in Ruhe" überlegen. Zuzeit befindet er sich im Urlaub.

Quelle: ddp/afp/seeg

 
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