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G-8-Gipfel: Was schlug Bush auf den Magen?

VON GREGOR MAYNTZ - zuletzt aktualisiert: 08.06.2007 - 20:35

Heiligendamm (RP). George W. Bush ist in Heiligendamm etwas gewaltig auf den Magen geschlagen. Er musste jedenfalls die ersten Arbeitssitzungen am Freitagmorgen mit den G-8-Gästen aus afrikanischen Staaten und Schwellenländern schwänzen, weil er sich unpässlich fühlte. Die Ursachen für das Unwohlsein des Präsidenten seien unklar, ließ Präsidenten-Berater Dan Bartlett verlauten. Spekuliert wurde auch über ein Magenvirus.

Mittwoch hatte ihn Gastgeberin Angela Merkel mit doppelter Kraftbrühe vom Mecklenburgischen Weiderind, Beelitzer Spargel mit paniertem Kalbsschnitzel und Waldbeer-Sauerrahm willkommen geheißen. Abends folgte ein oppulentes Mal in einem 300 Jahre alten Rittersaal. Am Donnerstagn, dem Vortag der Magenbeschwerden, hatte der Präsident allerdings schon kurz nach dem Frühstück viel zu schlucken, das ihm stundenlang schwer auf dem Magen lag: Viel mehr Zugeständnisse beim Klimaschutz, als ihm ursprünglich geschmeckt hätten. Aber er wollte auch den Erfolg seiner Duz-Freundin Angela. Und die stopfte immer mehr Forderungen in die Gäste hinein. Beim Mittagessen mit edlem Fisch wickelte sie den Klima-Kompromiss in trockene Tücher.

Abends folgte in einer entspannten Atmosphäre eine gemütliches Plaudern in der Abendsonne. Nach dem Schokoriegel am Nachmittag sah man Bush weitere kleine Snacks essen – und ein Bier trinken! Er, der seit vielen Jahren jeden Alkohol meidet! Hatte es der amerikanische Magen also mit ungewohntem deutschen Reinheitsgebräu zu tun bekommen? Aus der Gipfel-Organisation kam ein klares Dementi. Der Präsident habe alkoholfreies Bier getrunken, und zwar solches, das er selbst mitgebracht habe.

Fürs Frühstück mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy reichte es gestern noch, dann legte sich der Präsident zur Magenerholung wieder aufs Ohr. Am Mittag traf er zu der Runde hinzu, verabschiedete sich aber bald schon wieder, um zu den nächsten Stationen seiner Europa-Reise, Polen und Italien, aufzubrechen. Wie immer freundlich in die Kameras winkend, aber nicht ganz so fit.

Quelle: RP

 
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