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Krankenkassen Panorama ddp 2009
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Vom Kindergeld bis zur Umweltzone: Was sich am 1. Januar für Bürger ändert

zuletzt aktualisiert: 28.12.2009 - 15:18

Düsseldorf (RPO). Im neuen Jahr ändert sich für Verbraucher in Deutschland viel. Ab Januar gibt es mehr Kindergeld und Steuererleichterungen. Die Regeln beim Vererben wurden erneut geändert. Noch mehr Kommunen sperren ihre Innenstädte für alte Dieselautos. Wir geben einen Überblick über die 15 wichtigsten Änderungen.

+++ Krankenversicherung: Gesetzlich und private Krankenversicherte können ab 2010 sämtliche Kassenbeiträge für Basistarife vollständig von der Steuer absetzen. Dies gilt auch für Beiträge zur Pflegeversicherung. Die Regelung gilt nicht für Zusatzkrankenversicherungen wie etwa für besseren Zahnschutz.

+++ Pflegeversicherung: Bezieher von Pflegegeld bekommen ab Januar monatlich zehn Euro mehr. Dies gilt für alle drei Pflegestufen.

+++ Steuerfreibetrag: Für Steuerzahler steigt der Grundfreibetrag um 170 Euro auf 8004 Euro. Für Ehepaare gilt der Betrag von 16.008 Euro.

+++ Kindergeld: Das Kindergeld wird um 20 Euro pro Kind auf je 184 Euro beim ersten und zweiten Kind erhöht. Für das dritte Kind bekommen Eltern künftig 190 Euro und ab dem vierten Kind 215 Euro monatlich. Der Kinderfreibetrag steigt auf 7008 Euro.

+++ Riester-Rente: Rentner dürfen staatliche Zulagen für ihre private Riester-Rente künftig auch bei einem Umzug ins Ausland behalten. Bisher mussten die Zuschüsse und Steuerersparnisse ans Finanzamt zurückgezahlt werden.

+++ Rürup-Rente: Selbstständige und Angestellte, die mit einer Rürup-Rente fürs Alter vorsorgen, dürfen ab Januar nur noch bestimmte zertifizierte Sparverträge abschließen. Die Zertifizierung ist jedoch kein Gütesiegel, sondern garantiert nur die steuerliche Absetzbarkeit.

+++ Erben: Die Reform der Erbschaftssteuer bringt auch Privaterben Neuerungen. Geschwister, Neffen und Nichten müssen bei Erbschaften ab 75.000 Euro künftig 15 statt 30 Prozent Steuern zahlen, bei Erbschaften ab 13 Millionen Euro 35 statt bisher 40 Prozent. Die Pflege von Angehörigen wird künftig stärker berücksichtigt. Angehörige können in Zukunft aber etwa nach Straftaten auch vom Erbe ausgeschlossen werden.

+++ Mehrwertsteuer: Für Übernachtungen in Hotels und Pensionen gilt ab Januar nur noch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent statt des vollen Satzes von 19 Prozent. Ungewiss bleibt, inwieweit die Herbergsbetriebe die Ersparnis an Gäste weitergeben.

+++ Entgeltnachweis: Unternehmen müssen ab dem 1. Januar Lohndaten ihrer Beschäftigten elektronisch an eine zentrale Speicherstelle übermitteln. Ab 2012 sollen dann mit den Daten Anträge auf Leistungen wie Arbeitslosengeld, Wohngeld und Elterngeld entschieden werden.

+++ Kurzarbeit: Unternehmen können ab Januar angesichts der Wirtschaftskrise noch für maximal 18 Monate Kurzarbeitergeld beantragen. Die Regelung gilt für das kommenden Jahr. Bislang konnten Unternehmen wegen der Krise für 24 Monate Kurzarbeit beantragen.

+++ Bankberatung: Zum Schutz vor Falschberatung ihrer Kunden müssen Banken ab Januar Protokolle über Beratungsgespräche anfertigen und vor Vertragsabschluss vorlegen.

+++ Auto-Untersuchungen: Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) für Autos werden zusammengelegt. Die sechseckige AU-Plakette auf dem vorderen Kennzeichen fällt weg, Nachweis ist künftig die runde HU-Plakette auf dem hinteren Nummernschild.

+++ Umweltzonen: Die Zahl der Umweltzonen in deutschen Städten steigt ab Januar auf 40. Sieben Kommunen verschärfen ihre Einfahrtverbote: Fahrzeuge mit roter Plakette - auch von außerhalb - dürfen dann nicht mehr in die Zonen fahren. In Berlin und Hannover gilt das Fahrverbot sogar für Autos mit gelber Plakette.

+++ Ernährung: In Supermärkten gibt es keine Käfigeier mehr. Bereits in den vergangenen Monaten hatte der Handel auf den Wunsch der Verbraucher reagiert und zum Großteil auf artgerechte Haltung umgestellt.

+++ Fernsehen: Fernsehzuschauer können ab Januar bei einer Reihe von privaten Sendern das hochauflösende Fernsehen (HDTV) sehen. Sat.1, ProSieben und Kabel 1 wollen die neue Technik zum Jahresanfang einführen, ARD und ZDF folgen Mitte Februar zu Beginn der Olympischen Winterspiele.

Quelle: AFP/csi

 
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