Urabstimmung: WASG tritt in Berlin gegen Linkspartei an
zuletzt aktualisiert: 08.03.2006 - 14:13Berlin (rpo). In seiner Urabstimmung hat sich der Landesverband Berlin der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) dagegen ausgesprochen, gemeinsam mit der Linkspartei für die Abgeordnetenwahl im September zu kandidieren.
Die Berliner Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) tritt eigenständig zur Abgeordnetenhauswahl im Herbst an. Bei einer Urabstimmung votierten 272 Mitglieder für den Alleingang, wie ein Parteisprecher am Mittwoch mitteilte. Abgegeben wurden 591 Stimmen, gültig waren 527. 245 Mitglieder stimmten gegen den Alleingang, 10 enthielten sich der Stimme.
WASG-Landesvorstandsmitglied Lucy Redler sagte nach der Auszählung, mit diesem Ergebnis bestehe die Chance für den Einzug einer sozialen Opposition ins Abgeordnetenhaus. "Wir machen keine Politik für alle", sondern für Erwerbslose und andere, die ihre Rechte verloren hätten, fügte Redler hinzu. Die WASG stehe für die "Umverteilung von oben nach unten". Sie werde gegen alle antreten, die Sozialabbau und Privatisierungen betreiben. Erreichen wolle die Partei "fünf plus x" Stimmen für eine "soziale Politik zu 100 Prozent".
Dem Berliner Landesverband drohen nach dem Abstimmungsergebnis Konsequenzen, weil er sich den Forderungen der WASG-Bundesspitze nach einer gemeinsamen Kandidatur mit der Linkspartei.PDS widersetzt. Berlin wählt am 17. September ein neues Parlament.
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