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Neue Spekulation über Linke-Parteichef: Wechselt Oskar Lafontaine ins Saarland?

zuletzt aktualisiert: 08.10.2009 - 19:17

Frankfurt/Main (RPO). Linke-Parteichef Oskar Lafontaine will nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" den Fraktionsvorsitz im Bundestag aufgeben, sollte im Saarland eine rot-rot-grüne Koalition zustande kommen. Lafontaine werde sich womöglich schon auf der Fraktionsklausur der Linken erklären, die am Freitag im brandenburgischen Rheinsberg beginnt.

Sollte das in Deutschland einmalige Dreierbündnis aus SPD, Linken und Grünen geschmiedet werden, werde Lafontaine wohl als Fraktionschef an die Saar wechseln, um seine relativ unerfahrene Truppe zusammenzuhalten, erfuhr die Zeitung am Donnerstag bei der Linken. Ein Sprecher der Linke-Bundestagsfraktion nannte den Bericht auf Anfrage "reine Spekulation".

Sollte Lafontaine an die Saar wechseln, bliebe alleiniger Fraktionschef im Bundestag zunächst Gregor Gysi, berichtet die Zeitung weiter. Ihm könnte später eine Frau zur Seite gestellt werden. An der Rolle Lafontaines als Parteichef solle sich nichts ändern.

Auf ihrer zweitägigen Klausur in Rheinsberg wollen die Linken erste Leitlinien für ihre Oppositionsrolle beschließen. Als Grundlage dient ein "Zehn-Punkte-Programm", das der "Frankfurter Rundschau" vorliegt. Kernpunkte sind die Rücknahme der Rente mit 67, die schrittweise Abschaffung von "Hartz IV", ein flächendeckender Mindestlohn, der im Laufe der Legislaturperiode auf zehn Euro steigen soll sowie die Einführung einer Millionärs- und einer Börsenumsatzsteuer.

Außerdem werde der "sofortige Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan" gefordert. Fraktionsvize Bodo Ramelow hatte am vergangenen Wochenende die bisherige Forderung eines "sofortigen" Abzugs in Frage gestellt. Lafontaine und Gysi wollen jedoch am bisherigen Kurs festhalten.

Quelle: DDP/csi

 
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